Lange Wartezeiten für BVB-Fans wegen Baustelle — ab September Glasverbot am Stadion

Stefan Reinke
Der Eingang an der Nordwest-Ecke des Signal-Iduna-Parks ist nur eingeschränkt benutzbar.
Der Eingang an der Nordwest-Ecke des Signal-Iduna-Parks ist nur eingeschränkt benutzbar.
Foto: Stefan Reinke
Am Sonntagnachmittag bittet Borussia Dortmund mit dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig zur Heim-Premiere der neuen Saison. Doch BVB-Fans müssen sich auf längere Wartezeiten vor den Stadiontoren einstellen. Die langfristig wichtigste Neuerung im Stadionumfeld dürfte aber wohl ein Glasverbot sein.

Dortmund. Gut 80.000 Fans von Borussia Dortmund und Aufsteiger Eintracht Braunschweig werden am Sonntagnachmittag zum Signal-Iduna-Park pilgern, um ihre Mannschaften anzufeuern. Der BVB rät allerdings allen Zuschauern, die die Eingänge im Bereich der Nordwest-Ecke benutzen wollen, "deutlich mehr Zeit für die Einlasskontrollen einzuplanen" und frühzeitig anzureisen. Denn eine Baustelle sorgt dort für beengte Verhältnisse.

Im Nordwesten des Stadions baut der BVB unter anderem ein neues Service-Center, in dem mehrere Dienstleistungen unter einem Dach zusammengefasst werden sollen. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten wird jedoch die Baustelle den Stadionvorplatz verkleinern.

Schnellerer Einlass durch mehr Drehkreuze

Nach Fertigstellung soll die Einlasssituation jedoch laut Mitteilung der Borussia "deutlich komfortabler" werden. Dann werde der durch die Bauarbeiten hinzu gewonnene Platz für weitere Drehkreuze genutzt. Im September soll es soweit sein. Auf Nachfrage bestätigte der BVB, die Bauarbeiten lägen im Plan. Es sei absehbar gewesen, dass zum Saisonstart nicht alles fertig sein könne.

Unter anderem sorgt eine neue Ausfahrt von der Westtribüne kommend momentan noch für Platzprobleme vor der Nordwest-Ecke. Der BVB erklärt gegenüber DerWesten, nach Beendigung der Bauarbeiten stelle diese Ausfahrt keine Behinderung mehr dar. Laut Polizei Dortmund befinden sich Ordnungshüter und BVB in Gesprächen über eine Verbesserung der Zugangssituation im Bereich des Stadionvorplatzes. Zum Braunschweig-Spiel werde der Eingang im Nordwesten benutzbar sein, allerdings sollten Fans mit Verzögerungen rechnen.

Neuer Weg für Rollstuhlfahrer

Keine Besserung ist im Süden in Sicht. Dort wird der Einlass durch das Stadion Rote Erde und das Volksbad begrenzt. Allerdings ist zu befürchten, dass viele Südtribünen-Fans, die üblicherweise im Nordwesten das Stadion betreten, am Sonntag zum Südeingang ausweichen werden. Um die dortige Situation zu entzerren, müsste der BVB Teile des Freibad-Geländes kaufen. Einen Hoffnungsschimmer gibt es für Rollstuhlfahrer. Die mussten sich bislang durch die Zuschauermassen quetschen, um zu ihrem Sondereingang zu gelangen. "Es ist jedoch eine neue Zuwegung zum Südosten für Rollstuhlfahrer durch das Schwimmbad hindurch geschaffen worden", so der BVB auf Nachfrage.

Bis sich die Situation an den Stadion-Eingängen entzerrt, wird der BVB Ordner einsetzen, die den Zuschuerfluss regeln sollen.

Glasverbot rund ums Stadion

Eine für alle Fans wichtige Neuerung ist ein Glasverbot rund um das Stadion. Wie die Polizei Dortmund mitteilt, wird gemeinsam mit der Stadt Dortmund eine "permanente Glasverbotszone im nähreren Stadionumfeld" eingerichtet werden. Folgende Straßen werden voraussichtlich betroffen sein: Turnweg, Schwimmweg, Bolmker Weg, Am Sonnenblick. Ob auch der Bereich an der Strobelallee in das Konzept einbezogen wird, ist noch unklar. Polizei und Stadt leisten noch "Detailarbeit", so ein Polizeisprecher.

Allerdings noch nicht zum Saisonauftakt, da die nötigen Verfahren innerhalb der Stadtverwaltung noch nicht abgeschlossen seien. Ab September solle es aber soweit sein. Mit den Gastronomen im Bereich des Bahn-Haltepunkts "Signal-Iduna-Park" sei ein abgestuftes Sicherheitskonzept entwickelt worden, unter anderem, was die Platzierung von Tischen und Stühlen angeht.