Komparsen aus Dortmund spielen bei Tatort-Folge „Alter Ego“ am Hauptbahnhof mit

Frank Bußmann
Dreharbeiten zum neuen Dortmund-Tatort, hier am Katharinentor vor dem Dortmunder Hauptbahnhof. Unter den Schauspielern war auch Stefan Konarske, der den Polizeioberkommissar Daniel Kossik spielt.
Dreharbeiten zum neuen Dortmund-Tatort, hier am Katharinentor vor dem Dortmunder Hauptbahnhof. Unter den Schauspielern war auch Stefan Konarske, der den Polizeioberkommissar Daniel Kossik spielt.
Foto: Ralf Rottmann
Die Ermittlungen haben begonnen. Das Tatort-Team kam zum ersten Drehtag nach Dortmund. Nachdem am Mittwoch noch am Lüner Technologie-Zentrum (Colani-Ei) gefilmt wurde, drehte der WDR tags darauf bei leichtem Nieselregen unter tatkräftiger Dortmunder Mithilfe an der Katharinentreppe am Hauptbahnhof.

Dortmund. Für die Mitarbeiter von Dortmund-Tourismus am Königswall gehören Dienstleistungen zum Alltag. So haben die professionellen Stadtwerber natürlich der Tatort-Crew des WDR und dem Produktionsteam, das am Donnerstag nach dem Drehtag im Lüner Technologie-Zentrum „LünTec“ eine kleine Zeltstadt hinter dem Dortmunder U aufgeschlagen hat, die nötigen Hotelzimmer für die anstehenden Drehtage besorgt. Und am ersten Drehtag in der Tatort-Stadt selbst waren sich die Tourismus-Experten auch als Komparsen nicht zu schade.

„Trepp’ auf, Trepp’ ab ist es gegangen“, berichtet Sigrun Späte von Dortmund-Tourismus von den Aufgaben der zehn Mitarbeiter. Rund drei Stunden wurden für die erste Folge, die unter dem Titel „Alter Ego“ im Herbst ausgestrahlt werden soll, an der Katharinentreppe verschiedene Drehs in unterschiedlichen Einstellungen gemacht. „Und häufig hieß es: Noch mal alles von Anfang an“, berichtet Späte.

Kommissar Faber, der Herdecker Schauspieler Jörg Hartmann, war allerdings nicht mit von der Partie. Dafür aber seine Kollegen Stefan Konarske und Aylin Tezel. In der Münsterstraße, in der Fußgängerzone, am Ostwall - das sind nur ein paar jener Orte, an denen den Dortmundern in den nächsten Tagen das Produktionsteam und seine Kommissare begegnen können. Als bis dato letzten aktuellen Termin hat der WDR den 19. April an der Hörder Burg benannt. Szenen für die ersten beiden Folgen stehen bei den Außendrehs auf dem Programm. Hier wird Lokalkolorit gesammelt. Weitere Aufnahmen haben an Kölner Drehorten und in dortigen Studios bereits stattgefunden. Dortmund ist Spesengebiet.

„Tatort-Führungen“ auch in Dortmund denkbar

Für Sigrun Späte war nicht nur die Komparsenrolle interessant. Als professionelle Stadtwerberin ist sie ohnehin begeistert von den Marketing-Möglichkeiten, die ein „Tatort“ Dortmund bieten könnte. „Auch wer nicht regelmäßig Tatort guckt, alle wissen, was es ist. Eine Stadt wird gewissermaßen geadelt“, sagt Späte.

Münster, zum Beispiel, bietet seit geraumer Zeit „Tatort-Führungen“ an. So etwas kann sich Späte auch für Dortmund vorstellen. Dabei erwartet Späte überhaupt keine Schönfärberei in den einzelnen Folgen. Sie hofft auf ein realistisches Bild der Stadt. Und wenn man die erste Folge kenne, werden sich die Stadtwerber auch „richtig was einfallen lassen“. Sie hoffen auf ein gutes Stück Imageförderung.