Kohlenmonoxid - Eine 72-Jährige stirbt, 15 Menschen verletzt

Tragischer Tod: In Dortmund ist am Dienstag eine Frau nach einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. 15 weitere Menschen wurden verletzt, darunter Bewohner des Hauses, Rettungskräfte und Polizisten.
Tragischer Tod: In Dortmund ist am Dienstag eine Frau nach einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. 15 weitere Menschen wurden verletzt, darunter Bewohner des Hauses, Rettungskräfte und Polizisten.
Foto: Knut Vahlensieck
Tragischer Tod: In Dortmund ist am Dienstag eine Frau nach einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. 15 weitere Menschen wurden verletzt, darunter Bewohner des Hauses, Rettungskräfte und Polizisten. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort, ein dreigeschossiges Wohnhaus wurde abgesperrt. Der Grund für das Unglück ist derzeit noch unklar - es könnte sich um eine defekte Heizung handeln.

Eine defekte Heizungsanlage könnte die Ursache für das tragische Unglück an der Preußischen Straße gestern gewesen sein: Eine 72-jährige Frau wurde von ihrem Sohn und Nachbarn tot in der Wohnung gefunden. Sie starb vermutlich an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Zwei Polizeibeamte, fünf Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und acht Bewohner wurden verletzt. Einige der Verletzten mussten in die Uni-Klinik Düsseldorf transportiert und in einer Überdruckkammer behandelt werden. Das dreigeschossige Mehrfamilienhaus wurde komplett geräumt.

Der Feuerwehrbus ist leer; die meisten Menschen aus dem Häuserblock in der Preußischen Straße 219 haben Unterschlupf gefunden. Ein Sittich sitzt in seinem Käfig, der auf dem Bürgersteig steht. Hier wartet auch Evgenia Hill vor dem Rettungswagen, in dem ihre Mutter gerade untersucht wird. Die 70-Jährige war dabei, als der Sohn seine Mutter, ihre 72-jährige Nachbarin, gefunden hatte. „Der ist in den Armen meiner Mutter zusammengebrochen. Stellen Sie sich das vor: Sie kommen zum Essen und finden ihre Mutter tot. Und das, wo gerade auch noch der Vater im Krankenhaus liegt“.

Die Nachbarn sind geschockt von den Ereignissen

Auch Evgenia Hill ist geschockt von den Ereignissen. „Als ich gehört habe, dass die anderen alle im Krankenhaus sind, habe ich meine Mutter erstmal in den Rettungswagen gebracht.“ Die anderen – das sind all diejenigen, die sich in der Wohnung der verstorbenen Frau aufgehalten hatten. Darunter auch die zunächst alarmierten Rettungskräfte und der Notarzt. Sie hatten, als sie gegen 15.40 Uhr zu der leblosen Frau gerufen worden waren, als eine mögliche Ursache für den Tod der Frau Gas vermutet und die Feuerwehr auf den Plan gerufen.

Sofort war daraufhin die Gasleitung abgestellt worden. Die hohe CO-Konzentration hatte letztlich dazu geführt, dass der gesamte Häuserblock evakuiert wurde. „Inzwischen“, sagte Feuerwehr-Sprecher Boris Thiemrodt gegen 18 Uhr vor Ort, „sind die CO-Werte deutlich gesunken“. Der hintere Gebäudeteil konnte gegen 20 Uhr wieder freigegeben werden. Der betroffene vordere Gebäudeteil wurde durch die Kriminalpolizei gesperrt, die zwischenzeitlich Ermittlungen zur Ursache aufgenommen hat. Zwei Bewohner des gesperrten Gebäudeteils mussten in Notunterkünfte untergebracht werden.

Feuerwehr, Schornsteinfeger und andere Experten suchen nach der Ursache

Auch Feuerwehr, DEW-Experten und der Schornsteinfeger waren am Abend noch auf Ursachensuche. Eine defekte Gasleitung? Eine defekte Heizung? Evgenia Hill wird bei dieser Vermutung blass. Ihre Eltern wohnen in der Erdgeschosswohnung. Und die ganzen Wochen, sagt sie, „haben sie Probleme mit der Heizung gehabt. Gestern war sie schon wieder aus. Und die Annington tut nichts.“

Auch ihre Mutter muss jetzt der Sicherheit halber ins Krankenhaus, die CO-Werte in ihrem Blut sind erhöht, zum Glück nur leicht. Mit einem sogenannten Avoximeter konnte das die Umweltwache der Feuerwehr nachweisen. Die anderen Betroffenen sind zum Teil bedrohlich verletzt. Sieben müssen in der Überdruckkammer der Uniklinik behandelt werden.

Kohlenmonoxid, ein giftiges Gas, ist leichter als Luft und kann nach oben steigen. Es ist farb- und geruchlos und somit ein große Gefahr, da es oft zu spät erkannt wird. Die Werte der Betroffenen in Eving bewegen sich zum Teil in einem bedrohlichen Bereich. „Wir haben ein relativ heftige Lage“, so ein Retter.

 
 

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