Kochmuseum statt Kunst in Hansastraße?

Eh3renamt für das Kochbuchmuseum: v.l.: Anne Drauschke, Annie Sarfeld, Ingrid Erdmann .Foto: Knut Vahlensieck
Eh3renamt für das Kochbuchmuseum: v.l.: Anne Drauschke, Annie Sarfeld, Ingrid Erdmann .Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund. Manche Dinge müssen länger köcheln: Das Kochbuchmuseum musste sich Ende 2010 wegen der neuen Gastronomie von „muto“ vom Standort Buschmühle im Westfalenpark verabschieden. Die Suche nach einem neuen Standort läuft – und auch die Räumlichkeiten des Kunstvereins sind im Gespräch.

Einen Umzug in die Innenstadt, in das Gebäude der VHS an der Hansastraße hatte Kulturdezernent Jörg Stüdemann für das Kochbuchmuseum im Frühjahr 2012 in Erwägung gezogen. Als mögliche Räume sind nun offenbar jene im Gespräch, die aktuell der Dortmunder Kunstverein nutzt. Das bestätigen sowohl Annie Sarfeld, Vorsitzende des Vereins proKultur, der das Kochbuchmuseum ehrenamtlich betreut, als auch Marion Edelhoff, Vorsitzende des Kunstvereins.

Bis September oder Oktober soll ein Konzept für das neue Kochbuchmuseum vorgelegt werden, erklärt Kulturdezernent Jörg Stüdemann. Seit gut sechs Monaten liefen die Vorbereitungen, bei denen verschiedene Alternativen geprüft würden. Zeitlich, so Stüdemann, sei alles „konform zum Ratsbeschluss“, der den Umzug 2012 vorsehe.

Annie Sarfeld von proKultur hingegen ist „etwas ungehalten“, dass es bislang nur vage Informationen über die Zukunft des Kochbuchmuseums gebe: „Die ehrenamtlichen Damen fragen mich immer wieder, was nun wird.“ So sehr identifizierten sie sich mit dem Projekt, dass sie ihre Arbeitsmittel sogar selbst mitgebracht hätten. Da sei es „nicht sehr befriedigend“, sinnbildlich auf gepackten Kisten zu sitzen.

Annie Sarfelds Wunsch ist klar: Das Kochbuchmuseum käme in die Hansastraße – und der Kunstverein gesellt sich zum Ostwallmuseum in das Dortmunder U. „Das wäre doch eine praktikable Lösung für beide Seiten.“

Das möchte Marion Edelhoff vom Kunstverein nicht kommentieren. Gleichwohl räumt sie ein: „Wir wissen um das Problem und machen uns so unsere Gedanken, welche Lösungen es geben kann.“ Mit einer Möglichkeit waren die Kunstfreunde ja bereits an die Öffentlichkeit gegangen: Dem Haus der Kunst gemeinsam mit Künstlerverbänden im alten Ostwallmuseum. Dafür aber gibt es insgesamt 15 Bewerber (wir berichteten).

Die Lösung für die Zukunft des Kochbuchmuseums – sie wird wohl noch ein wenig weiter köcheln müssen...