Kneipe "Swabedoo" an der Möllerbrücke in Dortmund schließt

Das Swabedoo schließt nun seine Pforten: Inhaberin Heike Kemper. Foto: Knut Vahlensieck
Das Swabedoo schließt nun seine Pforten: Inhaberin Heike Kemper. Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.. Noch zwei Tage — dann ist das „Swabedoo“ an der Möllerbrücke in Dortmund Geschichte. Am Samstag öffnet die Szenekneipe im Kreuzviertel zum letzten Mal.

Noch zwei Tage, dann ist das „Swabedoo“ an der Möllerbrücke Geschichte. Am Samstag (26. Februar 2011) öffnet sich die Tür zum letzten Mal. Das Aus nach 16 Jahren. „Es ging einfach nicht mehr“, scheint es Inhaberin Heike Kemper selbst noch nicht fassen zu können. „Die Pacht und die anderen Kosten sind einfach deutlich zu hoch und ich kann nicht mehr und deshalb muss jetzt einfach Schluss sein.“

Aus dem Märchen „Die kleinen Leute von Swabedoo“

Der Standort hat eine lange Tradition. Einst kamen die Gäste ins damals noch zweigeschossige „Restaurant am Westpark“. Später öffnete das „Café Creme“ und später das „Flic Flac“. Im Mai 1995 eröffnete dann Oliver Buschmann mit Team das Swabedoo. Damals war der Mix aus Café, Bar und Restaurant einzigartig in Dortmund. Der Name stammt aus dem Märchen „Die kleinen Leute von Swabedoo“. Und wie in dem Märchen bemühten sich die Mitarbeiter, mit einem Lächeln die Gäste zu bedienen.

Schnell hatte sich rumgesprochen, dass es neben Speisen und Getränken auch allerlei kulturelle Veranstaltungen, Lesungen, Live-Musik und Ausstellungen an der Möllerbrücke gab. Brunchen sonntags mit unterschiedlicher Live-Musik gab’s ebenfalls. „Von Beginn an war es aber auch ein Treffpunkt für Fußballfans“, betont der Gastronom. Schließlich wurde dort schon die 95er Meisterschaft der Borussia gefeiert.

Pacht ein Drittel höher als bei vergleichbaren Objekten

Der Pankulturverein wurde dort quasi aus der Taufe gehoben. Oder Jahre später die heute schon fast legendäre Wohnzimmerband. „Es waren sehr viele schöne Stunden, die wir mit unseren Gästen verbracht haben“, blickt Heike Kemper zurück. Vor fünf Jahren hatte die ehemalige Geschäftsführerin das Lokal an der Kleinen Beurhausstraße übernommen. Es gehe aber einfach nicht mehr. Die Pacht und die Grundkosten seien locker ein Drittel höher als bei anderen vergleichbaren Objekten. „Seit der Einführung des Nichtrauchergesetzes sind die Umsätze einfach rückläufig gewesen“, blickt Heike Kemper, die sich schon seit einem halben Jahr mit dem Gedanken der Schließung beschäftigt, auf die Zahlen. „Unser herzlicher Dank gilt den vielen, vielen Gästen.“

Heute wird das „Globalibre DJ-Team“ abends Musik machen. Und am Samstag gibt’s natürlich noch mal den BVB auf der Leinwand zu sehen, beim Spitzenspiel gegen Bayern München. Dann soll noch mal kräftig gefeiert werden, natürlich der Sieg des BVB über die Bayern.

 
 

EURE FAVORITEN