Knappschaft vor Übernahme des EVK Lütgendortmund

Die Zukunft der beiden Evangelischen Krankenhäuser ist offenbar besiegelt. Die Knappschaftsversicherung soll das Evangelischen Krankenhaus Lütgendortmund übernehmen wollen - und auch vom Bethanien-Krankenhaus in Hörde gibt es Neuigkeiten.

Lütgendortmund/hörde. Der Einstieg der Kanppschaft hatte sich bereits angedeutet und wurde jetzt aus gut unterrichteter Quelle bestätigt. Voraussetzung für das Engagement ist es, dass die Knappschaft auch die riesige Grundstücksfläche des Krankenhauses kaufen kann.

Presbyter müssen Verkauf zustimmen

Am Dienstag gab es eine erste Presbytersitzung in der evangelischen Gemeinde Lütgendortmund, dem Eigentümer, nächste Woche soll eine weitere folgen. Gäbe es aus der Gemeinde ein Okay zum Grundstücksverkauf an den neuen Krankenhaus-Betreiber, müsste noch das Landeskirchenamt zustimmen. Die Knappschaft könnte das Haus dann zum 1. Januar 2015 vom jetzigen Träger, der Evangelischen Stiftung Volmarstein, übernehmen.
Als einziges Krankenhaus in der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Dortmund verbliebe das Bethanien in Hörde im Besitz von Volmarstein. Am Donnerstagwill Vorstand Markus Bachmann auch den Mitarbeitern im Bethanien erzählen, was er am Mittwoch schon in Versammlungen im Lütgendortmunder Haus kundtat.

Vorerst aufatmen in Bethanien

Demnach soll die Stiftung für das Bethanien-Krankenhaus neue Konzepte entwickelt haben und dabei sein, diese mit den Krankenkassen zu verhandeln. Von Schließung oder Weiterverkauf war keine Rede. Die 270 Mitarbeiter am 145-Betten-Haus Bethanien dürften (vorerst) aufatmen.

Einem Betriebsübergang in die Hände der Knappschaft sehen auch die meisten Mitarbeiter im Lütgendortmunder Haus - nach Recherchen dieser Zeitung - eher erfreut entgegen. Zur Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See gehört unter anderem der Klinikverbund Westfalen, dessen größte Klinik mit dem Knappschaftskrankenhaus in Dortmund steht. Knapp 330 Mitarbeiter hat das 291-Betten-Haus in Lütgendortmund.Verluste von knapp drei Millionen Euro hatten 2012 zum Verkauf beider Häuser an Volmarstein geführt.

Ulrike Böhm-Heffels