Klinikum Dortmund ist auf Wachstumskurs

Das Klinikum Dortmund aus der Vogelperspektive. WR-Bild: Ralf Rottmann
Das Klinikum Dortmund aus der Vogelperspektive. WR-Bild: Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.. Man sei weiter auf Wachstumskurs, stellte Mechthild Greive, Hauptgeschäftsführerin des Klinikums Dortmund, erfreut fest. „Wir spielen in der ersten Liga, was die Qualität der medizinischen Versorgung angeht“. Außerdem stehe man wirtschaftlich deutlich besser da als erwartet. „Wenn es uns gelingt, den Mediziner-Streik noch aufzuarbeiten, könnten wir am Jahresende Schwarze Zahlen schreiben“. Zumindest werde man „nur“ ein Defizit von zwei Millionen haben. Das belegten die Halbjahreszahlen hochgerechnet auf den Gesamtjahresplan 2010.

Äußerst erfreulich sei die medizinische Entwicklung. Man habe zusätzlich 700 so genannte Casemix-Punkte (durchschnittliche Schwere der Patientenfälle) im ersten Halbjahr erzielen können, dies nicht nur durch eine Erhöhung der Fallzahlen, sondern durch den Schweregrad der medizinischen Fälle. Durch den dadurch erzielten Index von 1,35 liege man auf Uniklinik-Niveau. Und hier sei man aufgrund dieser Index-Zahl sogar besser als ein Drittel der deutschen Unikliniken.

Dazu trage auch die hohe Zahl der qualitativ hervorragenden Ärzte bei. Und da passe der neue Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. med. Mark Hartel (49) bestens ins Bild. Der Tumorexperte arbeitete in den letzten Jahren als Oberarzt an der Universitätsklinik Heidelberg, dem deutschen Zentrum für Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie, und an der Chirurgischen Klinikum der TU München, dem deutschen Zentrum für Magen- und Darmchirurgie. Er sieht einen seiner Schwerpunkte in der Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie. Er ist ein ausgewiesener Experte sowohl in der großen Chirurgie als auch in der minimal invasiven Chirurgie, der so genannten Schlüsselloch-Technik. Derzeit wird die Station M6 umgebaut, wo ein interdisziplinäres Bauchzen-trum entstehen soll.

In der Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Roland Berger werde man die Option ziehen und mit dem Unternehmen weiter arbeiten. Wie man diese Zusammenarbeit ausgestalten wird, so der OB, darüber werde man noch sprechen. Letztlich soll der Rat in seiner Dezembersitzung abschließend hierüber entscheiden.

 
 

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