Klinikum Dortmund führt Patienten-Armband ein

Im Klinikum Dortmund sind seit Anfang Dezember Patientenarmbänder im Einsatz.  Hier scannt eine Krankenschwester des Klinikums das Armband einer Patientin nach der Blutzuckeruntersuchung, deren Ergebnis direkt in die elektonische Krankenakte gesendet wird. Foto: Helmuth Voßgraff
Im Klinikum Dortmund sind seit Anfang Dezember Patientenarmbänder im Einsatz. Hier scannt eine Krankenschwester des Klinikums das Armband einer Patientin nach der Blutzuckeruntersuchung, deren Ergebnis direkt in die elektonische Krankenakte gesendet wird. Foto: Helmuth Voßgraff
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Dortmund.. „Das ist ja wie bei Rewe an der Kasse“, scherzt die Patientin, als die Krankenschwester mit dem Lesegerät die Daten des Armbandes abscannt. Seit dem 1. Dezember sind die Kunststoff-Bändchen im Klinikum im Einsatz. Sie sollen nicht nur der Sicherheit der Patienten dienen, sondern auch eine große Hilfe für das Pflegepersonal sein.

Das Armband, das jeder Patient bei der Aufnahme im Krankenhaus anlegen soll, gibt während des gesamtes Klinikaufenthaltes Auskunft über die Identität des Patienten – ob bei Untersuchungen, bei der Blutabnahme, der Medikamentenvergabe oder im Operationssaal. Außerdem macht es die Übertragung verschiedener Daten in die Patientenakte möglich. Das spare Arbeit und schütze vor Übertragungsfehlern, so Kliniksprecher Jörg Kühn. Zudem schließe es die Gefahr der Verwechselung von Patienten aus.

„Die OP-Mannschaft des Hauses hat sich ein solches Identitätsmerkmal schon vor Jahren gewünscht. Zwar sind noch nie Patienten verwechselt worden. Aber hier ist eine solche Katastrophe eher möglich, als auf der Station“, so Kühn. Nur wenige Patienten hätten sich bisher geweigert, das Armband anzulegen.

Auch Minister Rösler empfiehlt das Bändchen

Die gleiche Idee muss wohl auch Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler gehabt haben: Als Schirmherr beim Aktionsbündnis Patientensicherheit empfiehlt der FDP-Politiker dieses Armband als Standard.

Die neuen Bändchen aus dünnem Kunststoff sind wasserresistent, antiallergisch und enthalten neben Namen und Geburtsdaten noch die individuelle Patienten-Nummer, die ihnen bei der Aufnahme zugeordnet wird. Der aus der Lebensmittelkennzeichnung vertraute Strichcode auf dem Armband macht es möglich, dass die EDV erkennt, um welchen Patienten es sich handelt.

Rund 23.000 Euro hat sich das Klinikum die ersten 40.000 Bändchen (Stückpreis: 58 Cent) kosten lassen. Die Menge soll bis in den Herbst 2011 reichen. Rund 54.000 Patienten werden jährlich im Klinikum behandelt.

 
 

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