Dortmund

Klinikum Dortmund: Corona stellt SIE vor lebensrettende Herausforderungen - „Die Verunsicherung war groß“

Klinikum Dortmund: Nicht nur Pflegekräfte und Ärzte stehen zu Corona-Zeiten vor einer lebensrettenden Aufgabe. Auch für DIESE Berufsgruppe hat sich der Alltag stark verändert. (Symbolbild)
Klinikum Dortmund: Nicht nur Pflegekräfte und Ärzte stehen zu Corona-Zeiten vor einer lebensrettenden Aufgabe. Auch für DIESE Berufsgruppe hat sich der Alltag stark verändert. (Symbolbild)
Foto: dpa

Dortmund. Seit Beginn der Corona-Pandemie erhalten vor allem die Berufsgruppen der Pflegekräfte und Ärzte berechtigt viel Aufmerksamkeit – so auch im Klinikum Dortmund. Wer dem hoch ansteckenden Virus tagtäglich mit einer Selbstverständlichkeit so nahe kommt, dem sei Achtung und Respekt gewidmet.

Doch im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus sollten besonders Reinigung und Hygiene nicht zu kurz kommen. So werden im Klinikum Dortmund auch die Reinigungskräfte sehr geschätzt.

Das Reinigen von Patientenzimmern im Klinikum Dortmund ist für Andelka Dumancic und Katarzyna Szczesny eigentlich kein Neuland. Seit Jahren sind die beiden Reinigungskräfte dieser Aufgabe vertraut. Doch die Corona-Pandemie verändert nun auch ihren Alltag enorm.

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In einem Interview mit Lisa Cathrin Müller (stellvertretende Leitung für Unternehmenskommunikation im Klinikum Dortmund), berichten die Reinigungskräfte nun vom Putzen in der Pandemie.

Klinikum in Dortmund: „Die Verunsicherung beim Personal war groß“

Zum Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland, also im Frühjahr 2020, wussten Andelka Dumancic und Katarzyna Szczesny noch nicht so recht was sie in den kommenden Monaten erwarten würde.

Die Angst vor dem neuen Begriff Corona, der plötzlich regelmäßig durch die Medien ging, blieb auch den Reinigungskräften des Klinikum Dortmunds nicht erspart.

Doch es nutzte alles nichts – die Klinik-Zimmer, in denen zuvor infizierte Corona-Patienten gelegen haben, mussten gründlicher als je zuvor gereinigt werden.

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Das ist das Klinikum Dortmund:

  • Es ist das größte Krankenhaus in NRW
  • 4.155 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen versorgen Patienten in 1.422 Betten
  • Es beherbergt 25 Kliniken verschiedener Fachrichtungen
  • 500 Ausbildungsplätze stellt das Klinikum Dortmund bereit

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„Am Anfang ist die Verunsicherung beim Personal groß gewesen“, erinnert sich Andelka Dumancic. Inzwischen seien jedoch alle Putzkräfte im Team sehr entspannt. Für den Fall, dass es ein Übermaß an stationären Covid-Patienten gibt, sei das Klinikum Dortmund zudem von Anfang an sehr gut vorbereitet gewesen.

Putzkraft Katarzyna Szczesny, sieht ihren Job mittlerweile sogar als Privileg: „Während andere wegen Covid-19 erschwerte Bedingungen bei der Arbeit haben, befinden wir uns im Klinikum in der glücklichen Position, dass sogar noch neue Kollegen und Kolleginnen eingestellt wurden“, erzählt die Reinigungskraft im Interview.

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Klinikum in Dortmund: Jeder kleinste Bereich muss erwischt werden

Das Reinigen eines Klinik-Zimmers, indem zuvor ein Patient gelegen hat, war schon immer von sehr hoher Bedeutung. Gerade im Krankenhaus verbreiten sich Viren und Bakterien in Windeseile.

Doch wie reinigt man ein Zimmer, indem zuvor ein infizierter Corona-Patient gelegen hat?

Darauf hat Andelka Dumancic eine einfache Antwort: „Da fangen Sie oben an und hören unten auf“, erklärt die Reinigungskraft.

Zunächst müssen Schutzkittel, FFP2-Masken und Handschuhe getragen werden. Neben der Standardreinigung von Bett, Stuhl, Tisch und Bad müssen dann tatsächlich auch Decken und Wände gereinigt werden.

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„Jeden kleinsten Bereich wollen wir natürlich erwischen“, betont Andelka Dumancic. Eigentlich kein Neuland für die Pflegekräfte, denn das sei bereits immer schon ihr Ziel gewesen.

So gäbe es nun mal auch viele andere hoch infektiöse Krankheiten, bei welchen die Reinigungskräfte bereits zu Profis auf ihrem Gebiet wurden.

Klinikum in Dortmund: Der Arbeitsalltag hat sich stark verändert

„Irgendwann normalisiert sich alles und dann gibt es eben eine neue Normalität“ – diese Einstellung vertritt Andelka Dumancic heute. Doch an den Ablauf des neuen Arbeitsalltages mussten sich die Pflegekräfte erstmal gewöhnen.

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Die Herausforderung nahmen die beiden Frauen gerne an. Dabei wuchs der Anspruch an die eigene Tätigkeit plötzlich stark an: „Man ist jetzt noch aufmerksamer als vorher, fragt sich, ob man noch mehr desinfizieren könnte“, sagt Katarzyna Szczesny über die Ausnahme-Situation in ihrem Job im Klinikum Dortmund. (mkx)