Kleingärtner überlebt Gartenlauben-Explosion

Die Laube von Peter Borgschulte gleicht einer Trümmerlandschaft. Foto: WR/Ralf Rottmann
Die Laube von Peter Borgschulte gleicht einer Trümmerlandschaft. Foto: WR/Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann

Dortmund-Eving.. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen empfing ein 56-jähriger Kleingärtner die Feuerwehr am Tor seines Gartens in der Kleingartenanlage „Erholung“, nachdem sich in der Gartenlaube eine Explosion ereignet hatte.

Bei einer verheerenden Explosion in der Kleingartenanlage „Erholung“ in Eving hat ein 56-jähriger Kleingärtner lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Wie durch ein Wunder überlebte der Mann, der über Handy noch selbst die Polizei alarmieren konnte. Von der Laube blieb nur noch ein Trümmerfeld übrig.

Schwerstverletzter rief selbst die Feuerwehr

„Es war genau 17 Minuten vor 9 Uhr“, schildert ein noch sichtlich geschockter 81-jähriger Kleingärtner die dramatischen Minuten. „Das hat es einen riesigen Knall geben“. Ziegel seien Meter hoch in die Luft geschleudert worden. „Als ich zum Garten kam, stand Peter am Tor, telefonierte gerade und rief die Polizei“.

Der 56-Jährige erzählte noch herbeigeeilten Gärtnern, dass er sich einen Kaffee kochen wollte. Als er dann das Gas anzünden wollte, flog das gesamte aus 36 cm starken Betonsteinen gebaute Gartenhaus in die Luft. Durch die Explosion wurden Trümmerteile mehr als 100 Meter durch die Luft geschleudert. Die Trümmer durchschlugen Dächer anderer Lauben und gingen auch auf dem Schulhof der Max-Wittmann-Schule nieder. „Nicht auszudenken, wenn Schulbetrieb gewesen wäre und die Kinder auf dem Schulhof gespielt hätten,“ so Schulleiter Frank Schmidt-Kamann, der morgens in der Schule gesessen hatte, als er durch den ohrenbetäubenden Knall aufgeschreckt wurde.

Er selbst wollte dann helfen, sah aber, dass andere Kleingartenmitglieder schon zum Unglücksort geeilt waren. Ein Notarzt kümmerte sich um den Verletzten, der schwere Brandverletzungen davongetragen hat. „Zudem atmete er heiße Brandgase ein“, erklärte Feuerwehrsprecher Thomas Osthoff. Nach Auskünften des behandelnden Notarztes besteht Lebensgefahr.

Niedergebrannte Laube erst vor Wochen neu aufgebaut

„Die Laube ist erst im letzten Monat fertig geworden“, erklärte Mirko Lohoff, Neffe des Laubenbesitzers. Denn im Herbst ein Feuer das Haus bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Ein technischer Defekt hatte den Brand ausgelöst. Mit Hilfe von Freunden hatte man die Laube neu errichtet. „Im Juli haben wir noch die letzten Arbeiten verrichtet“, blickt Lohoff auf die Trümmer, fegt die zerstörten Dachziegel vom Weg.

„Peter gehört die Laube schon sehr lange, bestimmt zehn bis 15 Jahre“, erklärt Heinz Glaser, früher im Vorstand der KGV „Erholung“ an der Oberevinger Straße. „Er hat sie von seinem Schwiegervater übernommen.“

 
 

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