Kinder basteln Bomben im alten Ostwall-Museum

Eine Ausstellung für Kinder im Ostwall-Museum mit dem Titel "Follow the White Rabbit".
Eine Ausstellung für Kinder im Ostwall-Museum mit dem Titel "Follow the White Rabbit".
Die Ausstellung „Follow the White Rabbit“ hat heute im Gebäude des alten Museums am Ostwall begonnen. Ganz nach der Geschichte von Alice im Wunderland, will sie Kinder dazu einladen Unbekanntes zu erleben.

Dortmund. „Follow the White Rabbit“ heißt die Ausstellung, die am heutigen 4. Mai im Gebäude des ehemaligen „Museum am Ostwall“ startet und Kinder ganz nach dem Stil des Märchens Alice im Wunderland von Lewis Carrols einlädt, etwas Unbekanntes zu erleben.

Der Dortmunder Kunstverein veranstaltet die Ausstellung im Rahmen des Festivals „Klopsztanga. Polen grenzenlos NRW“, speziell für Kinder.

Die Drittklässler Oliver, Ruben, Maja und Vivien der Olpketal-Grundschule durften gestern schon einmal in die Ausstellung hineinschnuppern. Dabei erlebten sie tatsächlich Ungewöhnliches: Sie durften mit einer Atombombe spielen und sahen einen Autounfall.

Faszinierende Erfindungen der Menschheit

„Das ist cool“, sagt der neunjährige Oliver, während er an der Bombe bastelt, die als eine Art Puzzle die Atombombe darstellen soll, die amerikanische Soldaten im Jahr 1945 über Hiroshima abwarfen. „Das verwendet man viel im Krieg“, wirft Klassenkamerad Ruben ein. „Wenn es eine echte Bombe wäre, würden wir aber nicht damit spielen“, betonen Maja und Vivien.

„Das Werk von Hubert Czerepok soll den Kindern vermitteln, dass auch faszinierende Erfindungen der Menschheit nicht immer einem guten Zweck dienen“, sagt Sandra Dichtl, Künstlerische Leiterin des Dortmunder Kunstvereins.

Den Spuren des Hasen, der imaginären Leitfigur der Ausstellung folgend, treffen die Besucher auch auf das Kunstwerk „Autounfall – aus weichen Materialien genäht“ von Justyna Koekes. Es zeigt zwei zerstörte Autos, darin sitzen verletzte Stoffpuppen, über dem Szenario schweben, auf einer Wolke sitzend, Gott und ein Engel. „Das Kunstwerk soll die kindliche Faszination an Katastrophen wecken und gleichzeitig die Gefahr und Vergänglichkeit aufzeigen“, sagt Sandra Dichtl.

"Die Kinder sollen sich wie der Held in einem Märchen fühlen"

Im von Zorka Wollny entworfenen Labyrinth, mit dem Titel „Reise“ werden die Kinder in eine Märchenwelt eintauchen, in der sie sich ganz alleine Herausforderungen stellen, ihre eigene Furcht besiegen und sich in kniffeligen Situationen entscheiden müssen. „Die Kinder sollen sich wie der Held in einem Märchen fühlen“, sagt Dichtl.

Begleitend zur Ausstellung, bekommen die Kinder Materialien, um sich weiter mit der „erlebten“ Kunst zu beschäftigen. Außerdem werden Führungen und immer samstags, Workshops zu den in der Ausstellung berührten Themen angeboten.

Pädagogisch begleitet wird das Projekt von Dr. Monica Necka, von der Fakultät für Kunst der pädagogischen Universität Krakau.

 
 

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