Kim Wilde stellt neues Album auch in Dortmund vor

Kim Wilde bringt Freitag ihr neues Album "Come out and play" heraus. Foto: Agentur MCS
Kim Wilde bringt Freitag ihr neues Album "Come out and play" heraus. Foto: Agentur MCS
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Dortmund.. Am Freitag erscheint mit „Come out and play“ das neue Album von Kim Wilde. Das wird die Pop-Sängerin, die 1981 mit „Kids in America“ ihren Durchbruch hatte, auf ihrer Tournee auch am 3. März in Dortmunds Westfalenhalle 3 vorstellen.

Erst die Single „Lights Down Low“, jetzt am Freitag das neue Album „Come Out And Play“: Kim Wilde ist wieder da und sagt: „Es wurde ein Album, das an die 80-er erinnert, aber dennoch typisch 21. Jahrhundert ist.“ Damit will sie an ihren letzten großen Erfolg von 2003 anknüpfen, als sie im Duett mit Nena „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann (Anyplace, Anythere, Anytime)“ aufnahm und das Wochen lang in einigen europäischen Ländern unter den Top Ten platziert war. „Nena und ich haben großen Respekt voreinander, wir unterstützen und wir mögen uns“, berichtet Kim Wilde. „Unsere Leben sind voller familiärer und professioneller Verpflichtungen, und von Zeit zu Zeit treffen wir uns, um unser großes Glück zu teilen. Ich habe nur Bewunderung für Nena und großen Dank dafür, dass sie mir mit ‘Anyplace, Anywhere, Anytime’ einen so großen Hit gegeben hat. Nena hat mich inspiriert, mein inneres Rock-Chick wiederzuentdecken.“

Sehr bewusst wollte sich die britische Künstlerin, die im Herbst 50 Jahre alt wird, bei ihrem neuen Werk aber weder von tickenden Uhren noch von abgerissenen Kalenderblättern bedrängen lassen. „In den vergangenen Jahren habe ich viele großartige Bühnenerfahrungen sammeln können“, sagt Wilde rückblickend, „ich bin heute sicherlich eine andere als in den 80-er Jahren, ich bin gewachsen und habe zu mir selbst gefunden.“

Musikalische Gene in der Familie

Kim wurde in London als Tochter des Rock’n’Roll Sängers Marty Wilde und seiner Frau Joyce („The Vernons Girls“) geboren. „Musik und Kreativität bestimmten mein ganzes Leben“, sagt sie heute. „Mein Vater ist 71 und macht immer noch seine Konzerttouren, er steht seit über 50 Jahren auf der Bühne. Meine Mutter war Mitglied einer der ersten Girlgroups. Mein Bruder Ricky ist ein fantastischer Songwriter und Produzent“, sagt sie nach der gemeinsamen Arbeit an ihrem neuen Album. „Dieses Gen setzt sich in unserer Familie offenbar fort: Meine Tochter Rose spielt Klavier und singt wunderbar, und ich bin heute schon sicher, dass sie auch einmal auf der Bühne stehen und Musik machen wird.“

Schon ihre erste Single „Kids in America“ wurde zum Welthit. 1981, gerade mal 20 Jahre alt, war sie über Nacht zum Star avanciert. Es folgten bis heute zehn Alben und 30 Singles, es folgten etliche Erfolge und Auszeichnungen sowie gut 20 Millionen Verkäufe. Hits wie „You Keep Me Hanging On“, „Never Trust A Stranger“oder „Four Letter Word“ festigten ihren Ruf als Princess of Pop. 1988 lud sie der King of Pop Michael Jackson ein, mit ihm auf Tour zu gehen. Fünf Monate lang trat sie im Vorprogramm vor mehr als zwei Millionen Menschen bei den Konzerten auf.

Erinnerungen an die Tour mit Michael Jackson

An diese Zeiten und an die anschließende Tour mit David Bowie hat Kim Wilde gute Erinnerungen: „Es waren meine musikalischen Helden. Ich erinnere mich noch an die Tour mit Michael Jackson - wir waren in diesem unglaublichen Zirkus unterwegs. Es war eine wahnsinnige Erfahrung. Und ich denke, am liebsten wäre es Michael gewesen, dieser Zirkus wäre immer so weiter gegangen. Es war wunderbar, ihn so nahe zu erleben, fantastisch diese Momente der Perfektion. Und es war unglaublich, eine Weile sogar damit assoziiert zu werden.“

Kim Wilde erhielt im Laufe ihrer Karriere etliche musikalische Auszeichnungen, unter anderem den Brit Award als „Best British Female Singer“. Neben ihrer Arbeit im Aufnahmestudio oder auf der Bühne schrieb sie noch Bücher, moderierte TV-Shows und Radiosendungen und etablierte sich als Gartenarchitektin. Nun steht aber wieder die Musik im Vordergrund. „Die Arbeit an dem aktuellen Album hat mir jetzt enorm viel Spaß gemacht, und da dachte ich schon das eine oder andere Mal, ich hätte nicht solange damit warten sollen. Andererseits: ich habe inzwischen viel anderes Schönes erlebt, ich habe zwei Kinder großgezogen und konnte es mir erlauben, dazu noch unterschiedliche andere künstlerische Herausforderungen zu meistern. Jedenfalls: Besser später als gar nicht.“

 
 

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