Dortmund

Kelly Family zeigt Irre Szenen bei Konzert in Dortmund –„Es gab Momente der Angst“

Die Kelly Family spielte im Oktober 2017 erneut in Dortmund – 23 Jahre nach dem legendären Konzert von 1994.
Die Kelly Family spielte im Oktober 2017 erneut in Dortmund – 23 Jahre nach dem legendären Konzert von 1994.
Foto: imago images / osnapix

Dortmund. Tumultartige Szenen vor der Westfalenhalle in Dortmund. Unzählige Teenager drängen sich vor den Toren der Konzerthalle. Es ist eng, es ist laut, alle sind ein wenig aufgeregter als sonst. So war es an einem Tag im Mai 1994: Die Fans warten sehnsüchtig auf das Konzert der Kelly Family.

Dieses Konzert in Dortmund gehört zu den wichtigsten in der Geschichte der Kelly Family, die als Band in den 90ern riesige Erfolge in Deutschland feierte. Emotional erinnern sich die Kellys in der Vox-Doku „The Kelly Family – 25 Jahre Over The Hump“ an die schönen, aber auch an die beängstigenden Momente dieses Abends.

The Kelly Family erinnern sich an das legendäre Konzert in Dortmund

Jimmy Kelly, damals 24 Jahre alt, kümmerte sich um das Konzertbooking. 1994 beschrieb er, wie spontan damals alles ging: „Vor zwei Monaten rufe ich meinen Vater an: ‚die Westfalenhalle ist frei, der 15. Mai.‘ Mein Vater so: ‚Wow‘. Alle haben gesagt: ‚Jimmy, du bist bescheuert, das können wir nicht machen‘.“

Doch sie haben es gewagt, buchten sich ohne die Hilfe eines Konzertveranstalters spontan in die damals größte Konzerthalle Europas. Mit Erfolg: Während ihrer Straßenkonzerte verkaufen die Kellys 16.500 Karten – ausverkauft!

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Tumultartige Szenen in der Westfalenhalle

Und die drängen sich an diesem Tag im Mai vor den Toren der Westfalenhalle. Als die Türen aufgehen, sprinten zahllose Teenager durch den Eingangsbereich, eilen in Richtung Bühne. Mädchen kreischen, stürzen, richten sich auf und rennen weiter – damit sie bei dem ausverkauften Konzert direkt an der Bühne stehen können.

Drinnen ist es extrem voll, es ist heiß, die Luft ist schlecht, alle drängen nach vorne. 20 Mädchen kollabieren schon vor dem Start des Konzerts.

Kellys geben sich vor dem Konzert entspannt

Währenddessen hinter der Bühne: Die Kellys wirken gelassen, albern herum, machen sich die Haare. „Ich fühle mich großartig“, schallt es in Richtung Kamera.

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Erst kurz vor dem Konzert bemerken die neun Geschwister, welche Tumulte sich draußen abspielen. „Die Security hat es nicht unter Kontrolle. Sie sagen ihnen: Seid cool, drückt nicht die Leute nach vorne“, gesteht ihr Produzent Hartmut Pfännmüller.

Security hat die hysterischen Fans nicht im Griff

Die große Hysterie ängstigt zeitweise auch die Familie. Sie fürchteten ständig, etwas wirklich Schlimmes könne passieren. Angelo Kelly erinnert sich. „Es gab Momente von Angst, ja“, gibt er im Interview zu. Deswegen habe die Familie immer alle denkbaren Vorkehrungen getroffen. „Wir haben sehr schnell reagiert. Wir hatten Security besorgt“, erzählt Angelo.

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Und dann gibt es endlich los. Die Kellys stehen hinter der Bühne, das Licht im Saal geht aus. Die Fans rasteten förmlich aus. „Sie haben so laut geschrien, dass ich gedacht hab, mir ist das Trommelfell geplatzt“, erinnert sich Pfannmüller.

Kelly-Konzert in Dortmund war ein „Schlüsselmoment“

Dann geht es wirklich los, und das Konzert verläuft glücklicherweise nach Plan. Die Kellys spielen das Konzert in Dortmund, dass sie in den Pop-Olymp katapultierte.

Es war vermutlich einer der wichtigsten Gigs für die Kelly Family. „Davor waren wir Straßenmusiker. Und das war ein Schlüsselmoment, wo wir in den großen Arenen einen Durchbruch hatten“, erinnert sich Jimmy.

Der Rest ist Geschichte. Im folgenden August erschien das Album „Over the Hump“, blieb 51 Wochen in den Top Ten der Albumcharts, die Kellys waren endgültig oben angekommen. Dortmund sei Dank. (vh)

 
 

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