Dortmund

Junge (8) rast mit 180 Sachen über die Autobahn – Lkw-Fahrer erzählt fassungslos: „Plötzlich knallte es, ich war hellwach“

Auf einem Rastplatz an der A44 krachte der Achtjährige in einen Lkw.
Auf einem Rastplatz an der A44 krachte der Achtjährige in einen Lkw.
Foto: Polizei Dortmund

Dortmund. Am Mittwoch ist er über die A44 bis nach Soest gerast. Und schon am Freitag ging's weiter auf der A44!

Die Rede ist von dem 8-jährigen Jungen, der sich zwei Mal innerhalb weniger Tage Mamas Autoschlüssel geklaut und eine rasante Spritztour unternommen hat.

Achtjähriger rast auf der A44 – Spritztour endet auf Rastplatz

Während die erste Fahrt noch unfallfrei verlief, hatte der Nachwuchs-Rennfahrer bei der zweiten Fahrt weniger Erfolg. Der Junge fuhr auf der A1 – nach eigenen Angaben mit 180 Sachen! – und hatte bald schon die Polizei im Nacken.

Am Rastplatz Ostönner Grund stellte er daher den Wagen ab. Dabei krachte er in dem Lkw von Mike L. Der Junge blieb zum Glück unverletzt, den Brummifahrer hatte er mit dem lauten nächtlichen „Wumms“ allerdings aus dem Schlaf gerissen.

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Und plötzlich knallte es

Das sagte der Lkw-Fahrer der „Bild“: „Um viertel nach eins knallte es plötzlich, ich war hellwach“, so Mike L.

Dann habe er nachgesehen, was passiert sei. Er habe zuerst das Auto und dann den Dreikäsehoch darin gesehen, der gerade so an das Gaspedal kam.

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Achtjähriger unglücklich nach der Spritztour

Besonders glücklich über die Situation war er nicht. „Zuerst war er ganz ruhig, doch als die Sanitäter kamen, schlug die Stimmung plötzlich um. Er wurde ganz störrisch, laut und schrie wild um sich. Drei Beamte mussten ihn ins Polizeiauto tragen“, erinnert sich L gegenüber der Zeitung.

Kein Wunder, denn bestimmt ahnte der kleine Autofahrer schon, dass Mama und die Polizisten von seiner erneuten Spritztour nicht begeistert sein würden.

Verkehrspolizist ermahnte Achtjährigen – offenbar erfolglos

Bereits am Donnerstag hatte ein Verkehrspolizist dem Jungen nach seiner ersten Spritztour die Leviten gelesen – mit der dringenden Bitte, sich bis zur Volljährigkeit vorerst nicht mehr hinter das Steuer zu setzen.

Es „handelte sich hierbei nicht um ein lustiges Abenteuer, sondern um eine mordsgefährliche und mit vielen Schutzengeln begleitete Aktion“, schreibt Polizeisprecher Sven Schönberg dazu.

Diesmal dürfte es nicht bei einer Ermahnung bleiben. Der Junge befinde sich laut Polizei in psychologischer Betreuung. Die Mutter des Jungen müsse laut der „Bild“ mit einer Anzeige rechnen. (vh)

 
 

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