Jetzt schon klar: Neonazi Sven K. muss wieder ins Gefängnis

Schon vor der Urteilsverkündung im Hirsch-Q-Prozess steht fest, dass der bekannteste mutmaßliche Angreifer auf die linke Kneipe wieder ins Gefängnis muss. Den Dortmunder Neonazi Sven K. holt eine frühere Tat ein. Es geht um eine brutale Attacke auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt 2011.

Dortmund. Ein Anfang 2013 gegen ihn verhängtes Urteil wegen einer Gewalt-Attacke auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt ist rechtskräftig geworden.

Wie am Freitag bekannt wurde, hat der Bundesgerichtshof die Revision des Dortmunders verworfen. Sven K. war am 22. Januar 2013 zu 21 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Die Richter waren überzeugt, dass er im November 2011 auf zwei türkischstämmige Jugendliche losgegangen und einen der Männer niedergeschlagen hat.

Zu diesem Zeitpunkt war Sven K. gerade erst ein Jahr wieder auf freiem Fuß. 2005 hatte ihn das Landgericht zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er einen Punk erstochen hatte. Nach fünf Jahren Gefängnis war er vorzeitig entlassen worden.

Urteil im Hirsch-Q-Prozess ist für Mittwoch geplant

Sollte Sven K. nun auch wegen des Angriffs auf das linke Szene-Lokal "Hirsch-Q" verurteilt werden, müssten beide Strafen zu einer Gesamtstrafe verbunden werden.

Sollte das der Fall sein, könnte die für Mittwoch geplante Urteilsverkündung zumindest im Fall Sven K. noch einmal verschoben werden. Die Staatsanwaltschaft hat im neuen Prozess 20 Monate Haft ohne Bewährung gefordert.

EURE FAVORITEN