Jahrhundertprojekt

Foto: WR/Franz Luthe

Das Licht ist am Ende der Tunnelröhre zu erkennen. Die Emscher steht jetzt anscheinend tatsächlich vor dem großen und seit langem angekündigten ökologischen Umbau. Ein Kraftakt, an dem sich die Emschergenossenschaft fast verhoben hätte.

Bei aller Freude darüber, dass die umgestaltete Emscher wohl schon bald in Dortmund ein Quell der Freude für Freizeitsuchende sowie ein Quartier für Flora und Fauna sein wird, darf die Vorgeschichte nicht vergessen werden.

Immer wieder konnte die Emschergenossenschaft gesetzte Termine nicht halten. Weil Fördermitteln nicht flossen, weil Genehmigungen nicht kamen und weil Anwohner sich quer stellten.

Wie arg sich die Genossen verkalkuliert haben, zeigt die Ankündigung, der Rossbach in Huckarde sollte im Jahr 2000 (!) voll renaturiert sein. Fakt ist, er wird es auch noch in diesem Jahr nicht sein. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn da nicht diese tückischen Betonsohlen schon manchem Kind und manchem Spaziergänger, der seinem Hund hinterher-sprang, zur tödlichen Falle geworden wären.

Arg verkalkuliert haben sich die Genossen auch bei den Umbaukosten. Diese waren einst mit 500 Millionen Euro veranschlagt. Schon jetzt sind über 900 Millionen ausgegeben. Doch darüber will man gerne schweigen, wenn man sich für ein „Jahrhundertprojekt” selbst feiert.

 
 

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