Jagdszenen auf Plätzen der Kreisliga

Auf Dortmunder Kreisliga-Plätzen kam es zu heftigen Ausschreitungen.
Auf Dortmunder Kreisliga-Plätzen kam es zu heftigen Ausschreitungen.
Foto: Detlef Werth

Dortmund. Massenschlägerei, Spielabbruch, Jagdszenen in der Kreisliga C. Szenen, wie man sie auf dem Sportplatz nicht sehen möchte riefen am Sonntag die Polizei gleich bei zwei Spielen auf den Sportplatz.

Dabei ist vor allem ein Zwischenfall bei der Begegnung zwischen TSC Eintracht Dortmund II und FC Weinand auf dem Mendesportplatz in Scharnhorst besonders perfide. Dabei stellte die Polizei Angriffe mit „möglicherweise fremdenfeindlichem Hintergrund“ fest. Während des Spiels beleidigten Spieler des FC Weinand, so die Polizei, fortlaufend einen aus Guinea stammenden 19-jährigen Eintrachtler mit fremdenfeindlichen Beleidigungen.

Spieler attackierten Farbigen

Nach Abpfiff stürmten plötzlich unerwartet Spieler der gegnerischen Mannschaft in den Strafraum des TSC Eintracht Dortmund und attackierten den 19-jährigen Dortmunder mit Tritten und Faustschlägen. Zeugen und Mannschaftskameraden die sich schützend vor ihren Mitspieler stellten, wurden ebenfalls von der gegnerischen Mannschaft attackiert. „Die Aggressivität war so hoch, dass man noch vor Ort die Polizei verständigte“, so Polizeisprecher Kim Ben Freigang. Erst nach geraumer Zeit, habe sich die Lage soweit beruhigt, dass die Spieler der Eintracht ihre Kleidung aus den Umkleidekabinen holen konnten.

Im zweiten Fall kam es Sonntagnachmittag in Eichlinghofen beim Spiel TuS Eichlinghofen und Genclerbirligi Hörde. Während einer Fußballbegegnung in der Kreisliga B, zu einer Schlägerei unter Beteiligung aller Spieler, Trainer und Betreuer. In der Spitze prügelten sich bis zu 25 Personen. Mehrere Streifenwagen der Polizei wurden vor Ort eingesetzt und verhinderten weitere Eskalationen (wir berichteten im Lokalsport).

Untersuchungen angekündigt

Kreisvorsitzender Jürgen Grondziewski verurteilte die Schlägereien aufs Schärfste. „So etwas hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen.“ Er kündigte Untersuchungen u.a. durch die Rechtsinstanz an. Von einem Anstieg der Gewalt bei Kreisligaspielen wollte er nicht sprechen. Gleichwohl werde man solche Dinge im Auge behalten, gucken, ob Vereine häufiger in solche Schlägereien verwickelt sind und sie ggf. vom Spielbetrieb ausschließen.

 
 

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