Investor plant Wellness-Oase im Rombergpark Dortmund

Modell der neuen Klinik am Dortmunder Rombergpark. Entwurf: Architekt Coersmeier
Modell der neuen Klinik am Dortmunder Rombergpark. Entwurf: Architekt Coersmeier
Foto: Coersmeier.

Dortmund.. Neuer Anlauf für die Entwicklung des Areals des ehemaligen Guts Brünninghausen am Dortmunder Rombergpark. Wie berichtet, hatte Investor Marios Tampris auf den letzten Drücker neue Pläne für die Fläche vorgelegt.

Pläne, die das Kölner Architekturbüro Coersmeier entwickelt hat. Prof. Ulrich Coersmeier setzt auf den Schwerpunkt Bäder und Wellness. Drei Hotel- und Apartment-Komplexe schließen sich an die Wellness-Oase an. Von der ursprünglich geplanten Reha-Klinik ist nicht viel geblieben.

Wie Coersmeier im Interview betont, habe sein Büro in den letzten sechs Monaten sehr viel Energie in das Projekt investiert, das eine faire Chance verdient habe. In einer ersten Stellungnahme sprach auch die Leitung des Liegenschaftsamtes von einem „sehr interessanten“ Entwurf. Jetzt müsse Investor Marios Tampris vor allem die Finanzierbarkeit des 43,5-Millionen-Euro-Projektes belegen.

Coersmeier weiß um die inzwischen kritische Haltung der Stadt gegenüber dem Investor aus dem Schwarzwald, der stets viel angekündigt, fast zwei Jahre lang aber nichts vorgelegt hatte und in seiner Heimat wirtschaftlich vom Pech verfolgt ist.

Auf den ersten Blick hat das Planungsbüro einen Entwurf vorgelegt, der die natürlich Schönheit des Parks nicht erschlägt. „Die Größe der Bäume ist wichtiger als die Gebäude, die entstehen“, erklärt in bescheidenem Ton der Architekt. Von der Zufahrt am Rombergpark gelangt der Besucher zwischen zwei Neubauten auf den Romberghof. Von diesem Hof sollen die jeweiligen Gebäude-Komplexe erreichbar sein: Das Ärztehaus gleich vorne an der Straße. Es ist das kleinste Gebäude, was auch daran liegt, dass die Johanniter auf der anderen Straßenseite mit ihrem Komplex eher zum Zuge kommen.

Zwischen den beiden einzigen historischen Gebäuden, die erhalten werden sollen – den Pferdestallungen vorne an der Straße und den Kuhstallungen im hinteren Areal soll sich eine Bäderwelt eröffnen, die eine Lagune als Zentrum vorsieht. Coersmeier konzipiert eine Wellness-Weltreise, die Elemente römischer, orientalischer, afrikanischer und nordischer Bäder-Kulturen verwendet. Auch ein abgeschirmter Nudisten-Bereich ist vorgesehen. Dreigliedrig gestaltet ist der Hotelkomplex im hinteren Geländeteil.

Davon wird ein Apartmentriegel gleichzeitig den Lärm von der B 54 zurückhalten. Ein „Naturhotel“ soll sich bewusst von den vorhandenen Hotels in der Stadt abheben. Tagungsräume und das Café „Seeterrassen“ öffnen ihre Schokoladenseiten zum See hin. Unter dem Hotel-Komplex solle praktisch ebenerdig ein Parkhaus mit 270 Stellplätzen entstehen. Aufgrund des schwierigen und weitgehend unbekannten Untergrundes möchte der Architekt nicht in die Tiefe gehen.

„Ich bin guten Mutes“

Coersmeier, der die Bedenken aus Dortmund vernommen hat, versichert: „Ich habe die Finanzierungszusage selbst gehört.“ Tampris trete ja nur als Projektentwickler auf. Er habe die vorgelegten Pläne mit Investoren abgestimmt.

Der Architekt wünscht sich in Dortmund eine „kurze, kompakte politische Diskussion des Projektes“. Dann solle es die technischen Gutachten geben. Für die Realisierung der Pläne sei es auch entscheidend, dass nun nicht zu viel Zeit verloren werde. Coersmeier: „Ich bin guten Mutes.“

 
 

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