Indoor Trail hat sich in Westfalenhallen etabliert

Vorbei an Stock und Stein: Mehr als 2.000 Läufer strömten in die Dortmunder Westfalenhallen, um beim zweiten "Indoor Trail" mitzumachen.
Vorbei an Stock und Stein: Mehr als 2.000 Läufer strömten in die Dortmunder Westfalenhallen, um beim zweiten "Indoor Trail" mitzumachen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Organisatoren des Indoor Trails in der Westfalenhalle ziehen ein positives Fazit. Mehr als 2000 Starter, dazu noch 1000 Kinder bevölkerten an den drei Tagen die Hallen. Und das, obwohl parallel 8000 zur Leichtathletik in die Körnig-Halle pilgerten.

Dortmund.. Mehr als 2.000 Läuferinnen und Läufer sowie fast 1.000 Kinder kamen zum zweiten Indoor Trail in die Westfalenhalle. Als strahlende Gesamtsieger durften sich Florian Reichert und Sonja Vogt feiern lassen. Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2012 lagen die Erwartungen an Organisatoren und Kursbauer hoch. Sie wurden ihnen gerecht und präsentierten einen anspruchsvollen Trail.

Aus 650 Kubikmetern Erde, 11 Kubikmetern Kies, 22 Kubikmeter Sand, 50 Kubikmetern Schnee, 61 Felsen, 504 Laufmetern Holz, 19 Baumstämmen und vielen anderen natürlichen Materialien mehr hatten Streckenchef Joscha Forstreuther, Trailspezialist Stephan Repke und ihr Team die rund 1,3 Kilometer lange Strecke geformt. Insgesamt 17 verschiedene Hindernisse - darunter Wälder, Wiesen, Geröllfelder, Sanddünen, eine Brücke und ein über 3 Meter hoher Berg - galt es vom Start bis ins Ziel zu überwinden

Lokalmatador Knut Höhler wird Dritter

Sportlich setzte Vorjahressieger Florian Reichert das Glanzlicht. "Ich bin unglaublich glücklich über meine Titelverteidigung. Nachdem ich meine Angstdisziplin, den Sprint, gewinnen konnte, hatte ich ein gutes Gefühl. Die letzte Etappe ging noch einmal so richtig auf die Kraft", freute sich der Gesamtsieger. Gemeinsam mit "Tough Guy" Knut Höhler war er einer der zahlreichen Profis am Start.

Für die große Überraschung aber sorgte das Team der Deutschen Orientierunglauf-Nationalmannschaft. Zwar konnte Reichert den "Trail King" aus dem Vorjahr mit drei Start-Ziel-Siegen souverän verteidigen, dahinter aber entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Podestplätze. Am Ende setzte sich der 25-Jährige Sören Riechers gegen Routinier Höhler durch und verwies diesen auf den dritten Gesamtrang. "Ich wusste eigentlich, dass es nicht mehr zu Platz zwei in der Gesamtwertung reichen würde. Der Rückstand von 46 Sekunden auf Sören Riechers war einfach zu groß. Deshalb habe ich im abschließenden Rennen alles gegeben, um in der Tageswertung noch was zu reißen. Im Finish haben Sören Lösch und ich alles gegeben. Echt stark", fasste Lokalmatador Höhler das Rennwochenende zusammen.

Sonja Vogt wurde Trail-Königin

Bei den Damen waren Sonja Vogt und Natascha Schmitt eine Klasse für sich. Nachdem Vogt den Sprint und den 5,2 km-Lauf für sich entschieden hatte, holte sich die 26-jährige Frankfurterin den Sieg im abschließenden 10,4 km-Rennen.

An der Platzierung in der Endwertung konnte die amtierende Titelverteidigerin in diesem Jahr allerdings nichts mehr ändern. Sonja Vogt, die dreifache Mutter aus Iserlohn, sicherte sich mit rund einer Minute Vorsprung den Gesamtsieg und darf nun für ein Jahr den Titel "Trail Queen" tragen.

 
 

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