Im Dortmunder Drogenkonsumraum mehr als 1,5 Millionen Spritzen entsorgt

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Foto: WR RALF ROTTMANN
Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Drogenkonsumraumes Kick kommt die gute Nachricht: Der Landesbeauftragte Harald Heinze gab grünes Licht für die Ausweitung der Öffnungszeiten.

Dortmund.. Pünktlich vor der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Drogenkonsumraumes kommt die gute Nachricht: Der Landesbeauftragte Harald Heinze gab grünes Licht für die Ausweitung der Öffnungszeiten um 15 Stunden in der Woche. Verwaltung und Sozialausschuss hatten sich zuvor für eine Ausweitung ausgesprochen. „Eine weitere Hängepartie bis in den Herbst oder gar Winter wäre für die Betroffenen fatal“, hatte Willehad Rensmann, Geschäftsführer der Aidshilfe, dem Träger des Drogenkonsumraumes Kick zuvor betont.

Trotz Abhängigkeit nicht daran zu sterben, möglichst gesund zu bleiben, vielleicht den Einstieg in den Ausstieg zu schaffen, mit einem Mindestmaß an Menschenwürde – dabei unterstützt der Drogenkonsumraum Kick die Abhängigen. Vor zehn Jahren wurde der Drogenkonsumraum eröffnet – nach intensiven politischen Diskussionen und als vierte derartige Einrichtung in NRW. Am Sonntag wird das Jubiläum gefeiert. Dazu sind alle Bürger eingeladen.

Drogenkonsumraum kann Todesfälle verhindern

„Die Einrichtung eines Drogenkonsumraums ist unzweifelhaft ein Erfolg – und zwar ordnungs- als auch drogenpolitisch“, ist Rensmann überzeugt. Das bewiesen auch die Zahlen: Eine Viertelmillion Mal konsumierten Abhängige im Drogenkonsumraum. Über 900 schwerwiegendere Notfallsituationen gab es, keiner endete tödlich.

Knapp 40.000 medizinische Hilfen wurden geleistet, etwa 11.000 Gespräche mit Sozialarbeitern geführt. 3000 Klienten konnten in weiterführende Einrichtungen vermittelt werden. Mehr als 1,5 Millionen gebrauchte Spritzen oder Kanülen wurden entsorgt.

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