„Ich freue mich auf die Herausforderung“

Gabriel Feltz
Gabriel Feltz
Foto: privat
Lückenlos soll die Führungssituation in Sachen Musik am Theater sein: Gabriel Feltz, den der Rat der Stadt am Donnerstag einstimmig zum neuen Generalmusikdirektor gewählt hat, folgt direkt auf den amtierenden Jac van Steen.

Dortmund.. Lückenlos soll die Führungssituation in Sachen Musik am Theater sein: Gabriel Feltz, den der Rat der Stadt am Donnerstag einstimmig zum neuen Generalmusikdirektor gewählt hat, folgt direkt auf den amtierenden Jac van Steen.

Van Steen geht Mitte 2013 – Feltz kommt zu Beginn der Saison 2013/14: „Wir haben keine Zwischensituation“, sagt Kulturdezernent Jörg Stüdemann – was bei gefragten Dirigenten wie Feltz eine Seltenheit sei. Tatsächlich war sein Vertrag als Chefdirigent der Stuttgarter Philharmoniker bis 2015 verlängert worden. Stüdemann hat allerdings vor Ort nachgehakt: „Da wird es keine Schwierigkeiten geben. Herr Feltz hat frühzeitig darauf hingewiesen, dass er sich für die Position in Dortmund beworben hat.“ Dr. Susanne Eisenmann, Bürgermeisterin für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart, hat laut Pressemitteilung der Stadt inzwischen mitgeteilt, sie bedauere den Fortgang von Feltz sehr, stimme seiner Bestellung aber zu.

Feltz selbst war gestern in der Schweiz unterwegs und nicht persönlich erreichbar. Auf der Internetseite der Stuttgarter Philharmoniker erklärt er allerdings, er fühle sich sehr geehrt, als 13. GMD die Tradition in der 125-jährigen Geschichte der Dortmunder Philharmoniker fortzusetzen: „Ich freue mich auf die große Herausforderung, die mit dieser neuen Position verbunden ist.“ Dennoch falle ihm der Abschied von den Stuttgarter Philharmonikern und der Stadt Stuttgart schwer, „denn ich habe hier insgesamt neun künstlerisch außerordentlich fruchtbare und erfolgreiche Jahre verbracht.“ Unter Feltz hatte das Orchester einen Qualitätssprung geschafft, wurde vor einer Fusion bewahrt und erreichte mehr Zuschauer.

Dortmund biete Feltz jedoch die Chance, seine Karriere weiter voranzutreiben, sagt Stüdemann: Hier könne er an einem Standort vereinen, was er zuvor in Stuttgart und als 1. Gastdirigent in Basel realisiert habe.

Projekte mit Jugend

Die Anzahl der Konzerte, die Feltz in Dortmund dirigieren wird, sei mit van Steens Spektrum vergleichbar. „Aber er wird ein paar mehr repräsentative Verpflichtungen haben“, sagt Stüdemann. Zugleich habe sich Feltz mehr Freiheiten für Jugendprojekte und Veranstaltungen jenseits des klassischen Konzertwesens ausgehandelt.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen