Hund und Heimtier - Nur angucken, nicht essen!

Flusskrebse mögen nicht unbedingt das erste sein, was einem zur Messe "Hund & Heimtier" einfällt - doch auch sie gibt es bis Sonntag in den Westfalenhallen zu sehen.
Flusskrebse mögen nicht unbedingt das erste sein, was einem zur Messe "Hund & Heimtier" einfällt - doch auch sie gibt es bis Sonntag in den Westfalenhallen zu sehen.
Foto: Knut Vahlensieck
Seine Haustiere sind winzig. Garnelen. Nur zum Angucken, sagt Micha Kawka. Nicht essen! Diese und viele andere Tipps gibt es auf der Messe Hund und Heimtier in der Westfalenhalle Dortmund, die bis Sonntag, 13. Mai läuft.

Dortmund. „Sind die nicht süß!?“ Michael Kawka, breitschultrig und bestimmt 1,85 Meter lang, hockt vor einem 20-Liter-Aquarium und ergötzt sich an einem filigranen schwimmenden Zentimeter. Garnelen eben. Seine „Haustiere“. Und bitte: Nur angucken. Nicht essen!

Um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Einen Garnelenspieß in Knoblauchbutter würde der junge Mann nicht verschmähen. Seine possierlichen Sammlerstücke allerdings sind nichts zum Sattwerden. Es sei denn, man füllt den Kopf mit Bildern... Gut 2000 Liter Wasser hat Kawka im Keller, an die zwei Dutzend Aquarien voller Garnelen. „1000? Mehr? Weniger?“ Er zählt sie nicht – wie auch, immerhin können die Wirbellosen alle vier bis fünf Wochen zehn bis 40 Nachkommen produzieren und dieser Nachwuchs ist dann gerade mal zwei Millimeter winzig.

Rot-weiß gefleckte Bienengarnelen oder die nigerianische Schwebegarnele – Kawka schwärmt wie 24 000 User im Garnelenforum.de mit ihm von den genügsamen und dennoch anspruchsvollen Tierchen. Dass echte Sammler für ein einziges seltenes Exemplar bis zu 1500 Euro berappen? Geschenkt. Kawka und Co. tauschen untereinander – und nur zur Beruhigung: Auch für 30 Cent kriegt man schon eine. Anfänger-Garnele eben. Die man einfach so ins Wasser werfen kann. Wohingegen Kawkas Haustiere in per Umkehrosmose-Anlage aufbereitetem Wasser paddeln. Dafür sind die Viecher in Sachen Futterkosten unschlagbar. „Die fressen so gut wie nichts“, sagt er, füttert ab und zu mal ein Blatt Brennnessel oder Buche...

Jede Menge Informationen zu ungewöhnlichen Haustieren

Warum der orangefarbene und der hübsche blaue Krebs nicht zusammen ins Aquarium dürfen? Weil der Europäische Flusskrebs den Amerikaner im selben Gewässer wohl kaum überleben würde: Zwischen Aquarien und Terrarien in Halle 3B gab’s jede Menge Informationen zu jeder Menge ungewöhnlicher Haustiere. Jedem Tierchen sein Pläsierchen heißt es so schön, und warum sollte das für den Menschen nicht gelten? Kirsten Eichelberg gehört zu den Frettchenfreunden, hat einen Narren an den kleinen „Kobolden“ gefressen. „Shy“ darf da durchaus schon mal in ihre Kapuze krabbeln. Aber Achtung: Frettchen haben scharfe Zähne. Und man sollte sie tunlichst nicht erschrecken. „Sie gehören nämlich zu den Stinkmardern“, sagt Eichelberg. Und wenn so eine Begegnung zwischen Mensch und Tier mal in die Hose geht, dann riecht es auch so...

Daneben gibt es auf der Messe Hund & Heimtier (11. - 13. Mai, 9 - 18 Uhr, Westfalenhallen 1-8) jede Menge Mitmach- und Spaßaktionen. Im Mittelpunkt stehen die Hunde. Mehr als 8600 sind zu den Wettbewerben gemeldet.

 
 

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