Dortmund

Hund in Dortmund: Rottweiler stürmt auf Polizisten zu – und wird erstes Taser-Opfer der Stadt

Ein Hund attackierte in Dortmund einen Polizisten. Der wehrte den Angriff ab. (Symbolbild)
Ein Hund attackierte in Dortmund einen Polizisten. Der wehrte den Angriff ab. (Symbolbild)
Foto: imago images / blickwinkel / Tim Oelbermann (Montage: DER WESTEN)

Dortmund. Ein Hund hat am Samstag in Dortmund einen Polizisten attackiert. Der setzte den Rottweiler schnell außer Gefecht.

Am Samstag gegen 23.50 Uhr meldeten Zeugen der Polizei Dortmund, dass es in einer Wohnung auf der Imigstraße zu einem lauten Streit kam. Als die Beamten dort ankamen, hörten sie außerdem einen Hund bellen.

Hund attackiert Beamten in Dortmund

Mehrfach klingelte die Polizei, konnte dann das Haus betreten. An der Wohnungstür wiesen sie sich dem 36-jährige Anwohner als Beamte aus. Außerdem baten sie ihn, die Tür zu öffnen und den aggressiven Hund zu beruhigen.

Doch der Mann tat dies nicht. Stattdessen öffnete sich plötzlich die Tür und ein ausgewachsener Rottweiler stürmte bellend und knurrend auf einen der Polizisten zu. Der Mann aus Dortmund rief weder seinen Hund zurück, noch versuchte er den Angriff des Tieres zu unterbinden.

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Der Haushund als Begleiter des Menschen:

  • Domestizierung fand vor etwa 15.000 bis 100.000 Jahren statt
  • die wilde Stammform ist der Wolf
  • weltweit gibt es etwa 500 Millionen Haushunde
  • allein in Deutschland leben 9 Millionen als Haustiere

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Deswegen griff einer der Beamten zu einem Taser und zielte auf den Hund. Dies ist ein Gerät, das nach Abschuss zweier Elektroden Stromimpulse sendet, die auf das menschliche Nervensystem wirken. Die Impulse führen zu einer neuromuskulären Lähmung, die den Aggressor kurzzeitig handlungsunfähig macht.

Das schien auch bei dem Hund funktioniert zu haben. Beim zweiten Schuss wurde der Hund handlungsunfähig gemacht und die Attacke abgewehrt.

Taser werden seit dem 15. Januar in vier ausgewählten Kreispolizeibehörden in NRW für ein Jahr lang getestet. Danach soll entschieden werden, ob sie in Zukunft im kompletten Land eingesetzt werden.

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Hund in Dortmund: Halter will keine Untersuchung

Während der Hunde-Attacke rannte der augenscheinlich alkoholisierte Mann aus Dortmund aggressiv auf die Polizisten zu. Durch einfache Handgriffe konnte er abgewehrt werden.

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Die Einsatzkräfte nahmen ihn fest und brachten ihn in Polizeigewahrsam. Bekannte betreuten währenddessen den sichtbar verängstigten Rottweiler. Eine ärztliche Untersuchung des Hundes wollte der Halter aber nicht.

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Den 36-Jährigen aus Dortmund erwartetet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie des tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. (ldi)

 
 

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