Dortmund

Neonazis stören Holocaust-Gedenken in Dortmund: Sie ahnen nicht, wem sie ihr Hetzplakat ins Gesicht halten

Neonazis störten eine Holocaust-Gedenkversammlung in Dortmund. (Symbolfoto)
Neonazis störten eine Holocaust-Gedenkversammlung in Dortmund. (Symbolfoto)
Foto: imago/Paul Sander

Dortmund. In einer U-Bahn wurde am Sonntag in Dortmund der Opfer des Holocausts gedacht. Anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktags führ die Bahn auf einer Sonderfahrt mit geladenen Gästen von Wambel nach Aplerbeck – weder geladen noch erwünscht waren dagegen mehrere Neonazis, die die Veranstaltung störten.

Dortmund: Neonazis stören Holocaust-Gedenkveranstaltung

Zwei Rechtsextreme hatten an der Haltestelle Kampstraße auf die U-Bahn gewartet. Als diese einfuhr, hielten sie ein Banner mit volksverhetzender Aufschrift hoch. Auch am Wilhelmsplatz hatten sich mehrere Neonazis versammelt und versucht, die Versammlung durch Rufe und das Zeigen einer Flagge zu stören.

Was die Störer offenbar nicht wussten: Zu den Gästen, die in der U-Bahn mitfuhren, gehörte auch Gregor Lange. Und der ist Präsident der Polizei Dortmund.

So dauerte es nicht lange, bis sich Polizisten die Neonazis krallten, ihnen das Banner abnahmen und Platzverweise erteilten. Wegen des Verdachts der Volksverhetzung gibt es eine Anzeige obendrauf – es riecht nach Ärger für die beiden Störer.

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Platzverweise und Anzeigen für Neonazi-Störer in Dortmund

Hätten sie etwas weniger Zeit in die Fertigung ihrer Hetz-Plakate gesteckt und einmal auf die Gästeliste geschaut, wäre ihnen diese Anzeige wohl erspart geblieben.

Auch die Störer auf dem Wilhelmplatz bekamen Platzverweise – auch hier wurden Anzeigen gefertigt, wie die Polizei Dortmund bestätigt.

 
 

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