Hinter den Kulissen geht’s rund - Wie Dortmund die Meisterfeier des BVB plant

Am Samstag übten die BVB-Fans schon mal das Zujubeln, als der Mannschaftsbus der Borussia am Stadion in Dortmund vorfuhr. Fotos: Franz Luthe
Am Samstag übten die BVB-Fans schon mal das Zujubeln, als der Mannschaftsbus der Borussia am Stadion in Dortmund vorfuhr. Fotos: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund.. Sechs Spieltage und 1000 offene Fragen auf dem Weg zur BVB-Meisterfeier. Weil die immer näher rückt, aber die Bedenkenträger weiter den Ball flachhalten, prescht kaum einer mit klaren Ansagen nach vorn. Hinter den Kulissen geht’s längst zur Sache.

Wir geben einen Überblick, was die betreffenden Stellen aktuell zur Vorbereitung einer immer wahrscheinlicher werdenden BVB-Meisterfeier in Dortmund sagen.

Die Stadt

Bei der Stadt Dortmund will man sich noch nicht in die Karten gucken lassen. Public Viewing und Feier auf der B1, wie es Regierungspräsident Gerd Bollermann empfohlen hat? Kein Kommentar. Friedensplatz, Wall? Kein Kommentar. Am Montag hieß es vom Veranstalter, der offiziell noch keiner sein will: „Vor einem rechnerischen Sieg des BVB - kein Kommentar“.

Der BVB

Beim BVB freut man sich über den jüngsten Sieg. Hat aber mit der Stadt wohl ein Stillhalte-Abkommen in Sachen Feier geschlossen. BVB-Sprecher Josef Schneck kommentierte das mediale Echo am Montag so: „Heute sind wir wieder Meister, nächsten Montag schon wieder nicht.“ Mit Freude sehe man dagegen, dass die BVB-Hochburg Flagge zeige. Sei es in Kleingartenanlagen oder bei Fans, die ihre Häuser schwarz-gelb streichen. „Da haben wir nichts dagegen.“ Anders sähe es aus, wenn das BVB-Logo kommerziell und ohne Authorisierung genutzt würde. Das kann teuer werden.

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Nicht so teuer wird es wohl für die Westfalenhallen, die zwischenzeitlich ein Public Viewing in Halle 1 geplant hatten. „Wir gucken uns an, was die Stadt vorhat“, sagt Sprecher Andreas Weber.
Träte sie in so großem Umfang auf, wie zuletzt angedeutet, werde man wohl keine eigene Veranstaltung auf die Beine stellen, sondern „die Stadt bei ihrem Vorhaben auf unserem Gelände unterstützen.“

Die Krankenhäuser

Die Notfallpläne sind in Arbeit. In Absprache mit den Rettungsdiensten, so Jörg Kühn, Sprecher des Klinikums. Bei Großveranstaltungen müsse man „mit einem Massenanfall von Verletzten rechnen“, heißt das auf Fachchinesisch. Je nach Wetterlage könnte Alkohol ein Problem werden. Dann noch Schnittverletzungen und Quetschungen. Schon jetzt steht beim Klinikum fest: „Wir werden das Personal in der Notaufnahme mindestens verdoppeln. Plus Rufbereitschaft.“ Auch JoHo, Knappschaftskrankenhaus & Co. - alle werden eingebunden.

Die Umleitungen

Bei Straßen NRW, zuständig für eine mögliche B1-Sperrung, lehnt man sich entspannt zurück. Hans Kuchenbecker, Leiter der Autobahnmeisterei, freut sich, die „alten Pläne nun wieder aus der Schublade zu holen“. Durch die Sanierung der Schnettkerbrücke und das Stillleben sei man geübt darin, die B1 zu sperren. Die Umleitungsvarianten - A45, A1, A2, OWIIIa (von Westen) und B54, B236 und OWIIIa (Osten) - seien erprobt. Die Umleitungsschilder liegen parat. Kuchenbecker: „Wenn wir zwei Spieltage vorher Bescheid wissen, reicht das.“

 
 

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