Hightech mit Charme der 50er

Foto: PRINTZ.NET

Nur noch ein paar Arbeiten an Dächern und Fassaden und das neue alte Fritz-Henßler-Haus ist von Grund auf saniert.

Das war auch nötig: Das „Haus der Jugend”, das seit 1956 in den Händen der Stadt ist, war marode, hatte Leckagen, entsprach nicht mehr den Anforderungen des Brandschutzes und war überhaupt in die Jahre gekommen.

Da gab es nur zwei Möglichkeiten wie Jugenddezernentin Waltraud Bonekamp gestern sagte: Entweder abbauen oder wieder aufbauen. Die Stadt entschied sich für Letzteres. In einem ersten Bauabschnitt war 2006 der Veranstaltungsbereich mit dem großen Saal erneuert worden. Durch das Teamwork mit der Denkmalpflege ist der Charme des Gebäudes aus den 50er Jahren weitestgehend erhalten geblieben.

Davon überzeugen konnten sich gestern auch Stadtdirektor Ullrich Sierau und der Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses Friedhelm Sohn. Beim Gang durch die Räume an der Geschwister-Scholl-Straße, die für 2,7 Millionen Euro saniert wurden, schwelgte manch einer in Erinnerungen mit dem Haus, das jährlich bis zu 50 000 Besucher hat. Der allgemeine „Boah!”-Effekt wurde von Reiner Limberg verstärkt. Der Chef der Immobilienwirtschaft erklärte, dass die Maßnahmen - vom Rückbau bis zur Wärmedämmung - nicht nur während des laufenden Betriebs stattfanden, „sondern auch unter einem strengen Kostendiktat”, so Limberg. 2,7 Millionen - und Deckel drauf.

Kein Wunder, dass nach der Ausschreibung der Arbeiten mancher Anbieter abgelehnt wurde, weil er schlicht zu teuer war oder zwischenzeitlich aufgab, weil er mit dem Kostenrahmen nicht mehr hinkam. Neue (Bühnen-)Technik, neues Cafe´, neue Toiletten, luftigeres Foyer: Die behutsame Modernisierung auf 5900 Quadratmetern kommt an. Das Haus ist gefragter denn je: Allein 2007 waren knapp 50 Wochenenden für Veranstaltungen gebucht.

 
 

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