Hier spricht der Schlagzeuger von Selig

Wenig deutsche Bands haben eine so bewegte Geschichte hinter sich wie Selig. Am Mittwochabend spielt die Gruppe im FZW an der Ritterstraße. Wir haben im Vorfeld mit Schlagzeuger Stephan Eggert gesprochen.

Dortmund.. Welche Idee steckt hinter dem neuen Album?

Zu unserem 20-jährigen Bestehen sollte es etwas Besonderes geben. Kein Best-Of-Album mit alten Aufnahmen, sondern Neueinspielungen unserer Lieblingsstücke. Anfangs dachten wir über ein sehr reduziertes akustisches Gewand nach, Swen Meier (Produzent, Anmerkung der Redaktion) hat die Zutaten noch um Streicher und Elektronisches erweitert.

Sie haben für die Produktion des Albums eine Wohnung in Hamburg gemietet. Warum?

Wir wollten einfach Zeit miteinander verbringen, um eine Werkschau abzuhalten. Das Angebot dieser WG im Karoviertel kam uns da gerade recht. Wir konnten ungestört Musik hören, kochen und abends durch die Bars ziehen. Es hat sich angefühlt wie in unseren Anfangstagen.

Wie friedlich war die Zeit in der Wohnung?

Es war sehr harmonisch, außer der Tatsache, dass sich erste künstlerische Differenzen zwischen Malte und dem Rest der Band anbahnten.

Welche Rolle spielte der Ausstieg von Keyboarder Malte?

Als sich abzeichnete, dass der gemeinsame Nenner fehlt, war uns schnell klar, dass Malte nicht zu ersetzen ist. Wir sind jetzt vier, und das wird auch so bleiben.

Was ist das Besondere an den "neuen alten" Songs?

Wir haben live eine Mischung aus rohen Rocksongs und diesen zarten Neufassungen. Unsere Konzerte hatten noch nie so viel Dynamik.

Kritiker sagen: Das ist Altes, nur neu aufgebrüht ...

Richtig, kein einziger neuer Song ist auf dem Album. Dafür wird es auf der nächsten Platte nur neue Lieder geben.

Wie geht es weiter mit Selig?

Ab jetzt geht der Blick nach vorne. Wir haben weiterhin unglaubliche Lust, Musik miteinander zu machen.

Karten kosten an der Abendkasse 32 Euro, im Vorverkauf im FZW 25 Euro plus Gebühren. Los geht's am Mittwoch (20.5.) ab 20 Uhr im FZW, Ritterstraße 20.

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