Hier baut Continentale eine neue Zentrale

Mit 1400 Mitarbeitern gehört der Continentale-Versicherungsverbund zu den großen Arbeitgebern in Dortmund. Der Auftritt mit der Unternehmenszentrale an der Ruhrallee ist bislang allerdings eher zurückhaltend. Das könnte sich in einigen Jahren ändern.

Dortmund. Gerüchte über Baupläne auf dem Continentale-Areal zwischen B1 und B54 halten sich schon seit Jahren hartnäckig. Spekulationen etwa über einen Hochhaus-Bau an exponierter Stelle seien allerdings verfrüht, betont Unternehmenssprecher Bernd Goletz. Fest steht aber, dass der Versicherer neu bauen und die Planungen dazu in den nächsten drei Jahren vorantreiben will.

Vorgesehen ist in einem ersten Schritt, ein neues Gebäude auf den Parkplatz im Süden des Areals, unmittelbar am Auffahrts-Ohr zur B1 zu setzen. Wenn es fertig ist, sollen dorthin die Mitarbeiter aus dem Gebäude Ruhrallee 94-96. Es soll dann abgerissen werden. An seiner Stelle soll als zweiter Bauabschnitt ein weiterer Neubau entstehen, kündigt Goletz an.

Bürostandort am Heiligen Weg

Insgesamt will der Versicherer so mehr Platz schaffen, um alle Mitarbeiter an einem Standort unterzubringen. Denn nach dem Wachstum der vergangenen Jahre sind die Arbeitsplätze auf mehrere Standorte verteilt, so gibt es etwa auch einen Bürostandort am Heiligen Weg.

Wie die neuen Gebäude aussehen, wie hoch sie werden und wo Ersatz für die wegfallen Parkplätze südlich der Eintrachtstraße entsteht, all das muss noch geklärt werden. "Die Planungen beginnen erst", betont Goletz. Man gehe von einem Planungszeitraum von drei Jahren aus. Dabei soll nun zunächst ein Pflichtenheft erstellt werden, um die Anforderungen an die Neubauten festzulegen. Dann soll ein Architektenwettbewerb gestartet werden. Schließlich müssen auch Fragen etwa zu Lärmschutz und Parkraum geklärt und die Nachbarn beteiligt werden, so Goletz.

Start im Jahr 2020

Noch unklar ist auch, was aus dem zehngeschossigen Gebäude an der Ruhrallee 92, der Hauptadresse des Versicherungsverbunds, wird. Er ist mit einer gläsernen Brücke über die Markgrafenstraße mit dem südlichen Bürohaus verbunden, das abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll. Die Bagger für den ersten Bauabschnitt auf dem Parkplatz werden wohl frühestens 2020 anrollen. Und Goletz geht von einem Zeitraum von neun Jahren aus, bis alle Pläne umgesetzt und der Standort neu geordnet ist.

Oliver Volmerich