Herzkissen gegen die Schmerzen

Der Verein Dortmunder Herzkissen will das Leid von Krebspatienten lindern. Foto: Helmut Matzanke
Der Verein Dortmunder Herzkissen will das Leid von Krebspatienten lindern. Foto: Helmut Matzanke
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Dorstfeld..  Zu einem Aktionstag ganz besonderer Art hatten Mitglieder und Vorstand des erst vor nicht all zu langer Zeit gegründeten Vereins „Dortmunder Herzkissen“ geladen.

Ort des Treffs waren am vergangenen Samstag die Räumlichkeiten des CVJM an der Wittener Straße 12, wo sich ein großer Kreis hilfsbereiter Frauen mit Stoff, Schere und Nähnadel einfand, um sich der Fertigung von Herzkissen zu widmen.

Erste Aktion
startete 2010

Für ausreichend Stoff sowie feinster Polyesterwatte, die die Firma Advansa aus Hamm spendete, war gesorgt. Zu den Dortmunder Spenderfirmen zählen „Geschickt eingefädelt“, Nähmaschinen Blättermann, Quilt-Cabin, Stoffladen Wickede, Stoffladen Wyrth, Stoffquadrat sowie Silkes Nähcafé aus Lünen. Diese Firmen arbeiten auch als Abgabestellen für die genähte Herzen.

Die Herzkissen sind für Frauen gedacht, die mit der heimtückischen Brustkrebserkrankung ihren Alltag bewältigen müssen. Nach der Operation werden die Kissen den Patientinnen im Krankenhaus überreicht. Mit seiner speziellen Form, den besonders langen Ohren, schmiegt sich das Kissen unter die Achsel und nimmt dort den Druck von der oft geschwollenen und schmerzenden Operationswunde.

Angefangen hat es mit der Herzkissen-Nähaktion Ende 2010 beim Dortmunder Stammtisch der Hobbyschneiderinnen, einer Internetseite für alles, was mit Stoffen, Wolle und Nadeln zu tun hat.

Die Idee, Herzkissen für Brustkrebspatientinnen, schwappte durch eine dänische Krankenschwester aus Amerika kommend nach Europa herüber. Schnell ergriffen auch die Mitglieder des Dortmunder Stammtisches die Initiative und alle waren sich einig, dass diese wunderbare Idee in Dortmund ihren festen Platz haben sollte. Denn schnell wurde in Dortmund klar, dass der Bedarf der drei Dortmunder Brustkrebszentren nicht von einigen, wenigen Näherinnen gedeckt werden könne.

In Dortmund sind es bis zu 750 Frauen jährlich, die mit dieser Krankheit leben müssen. Eine Tatsache, die die Ehrenamtlichen veranlasste, zu Beginn dieses Jahres zum ersten öffentlichen Näh-Aktionstag, an dem 600 Herzkissen gefertigt wurden, einzuladen.

Dieses veranlasste die Ehrenamtlichen wiederum, wenige Wochen später den „Gemeinnützigen Verein Dortmunder Herzkissen e.V.“ ins Leben zu rufen. Die Präsentation der Kissen geht einher im Rahmen von Patienteninformationstagen der Krankenhäuser.

Auf der Suche nach Räumlichkeiten

Um die Vereinsarbeit und die Fertigung von 1200 Herzkissen jährlich bewältigen zu können, sucht der Verein Räumlichkeiten mit möglichst niedriger finanzieller Belastung.

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