Heim zerstört - "Helden der Kreisklasse" nicht versichert

Foto: Privat
Ein Feuer hatte am vergangenen Mittwoch das Dach des Vereinsheims des SSV Hacheney zerstört. Da der Verein keine Feuerversicherung hat, muss er jetzt alles selbst zahlen. Die Sanierungskosten belaufen sich auf bis zu 20.000 Euro.

Dortmund.. "Es sieht schon übel aus", findet Jens Menne. Das Dach sei offen, es stinke nach Rauch, eine komplette Sanierung sei notwendig. Jens Menne ist Vorsitzender des SSV Hacheney. Der Verein und seine Mitglieder sind besser bekannt unter dem Namen "Helden der Kreisklasse". Der Fernsehsender Kabel eins hatte die Mannschaft 2004 bis 2006 in einer Doku-Soap beim Training und bei Spielen unter ihrem prominenten Trainer Manfred Burgsmüller mit der Kamera begleitet. In dieser Zeit gewann der Verein etliche Fans unter den Zuschauern. Jetzt hat es den SSV Hacheney "böse erwischt", wie der Vorsitzende selbst sagt.

Kurzschluss am Kühlschrank

Ein Feuer hatte das Dach des Vereinsheims zerstört. Dort befanden sich ein Büro sowie ein Bandprobenraum. Bis ins Erdgeschoss hatte sich der Rauch aber nicht ausgebreitet, dafür war aber jede Menge Löschwasser heruntergeflossen. Die Dortmunder Polizei erklärt auf Anfrage, dass noch ermittelt werde. Ein technischer Defekt sei wahrscheinlich. Jens Menne erzählt, man habe ihm mitgeteilt, dass ein Kühlschrank Brandursache sei. Dieser habe einen Kurzschluss verursacht.

Der SSV Hacheney muss sich nun überlegen, wie es mit dem Vereinsheim weitergehen soll. Jens Menne schätzt die Sanierungskosten auf 15.000 bis 20.000 Euro. Das Problem: Der Verein hatte keine Feuerversicherung. "Wir können mit unseren Mitgliedsbeiträgen gerade mal die Kosten für die Energieversorgung bezahlen. Das Geld für eine Versicherung hatten wir nicht. Da rechnet ja auch keiner mit." Eine Sanierung funktioniere jetzt nur mit Eigenleistung. Ein Vereinsmitglied sei Dachdecker. Er habe seine Unterstützung bereits zugesichert.

Es hätte schlimmer kommen können

Die Mitglieder haben Glück, dass der Spielbetrieb trotzdem weiterlaufen kann. Die Trikots, die im Erdgeschoss lagerten, haben nichts abbekommen. "Die Spielberichte können wir auch woanders schreiben. Im Vereinsheim setzen wir uns in der Regel nach dem Spiel zusammen", sagt Jens Menne. Das muss jetzt ausfallen.

Die Kosten mögen hoch sein, trotzdem ist der Vorsitzende froh, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. "Im Erdgeschoss gibt es keinen Ruß. Und das Wasser ist auch weggesickert. Es sind keine Flecken mehr da."

Die Mitglieder dürften das Vereinsheim jetzt wohl wieder betreten, sagt Menne. Noch traut er sich aber nicht die Heizung hochzufahren. "Da muss erst ein Elektriker ran. Nicht, dass es wieder anfängt zu kokeln."

EURE FAVORITEN