Haudegen und Menschenkenner

Frank Goosen, hier beim Zeltfestival Ruhr, tritt auch im Henßler-Haus auf. Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Frank Goosen, hier beim Zeltfestival Ruhr, tritt auch im Henßler-Haus auf. Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Dortmund.. Jung, anders, ein bisschen experimentell – so wünscht sich der Programmleiter Dieter Kottnik, das Fritz-Henßler-Haus. Eine bunt gemischte Schnitzeljagd nach der Sommerpause hilft auf dem Weg: Stoppok, das Comedy-Festival „Watt’n Hallas“, Selig-Frontmann Jan Plewka und die „RatCon“ 2011 gehören zu den Eckpfeilern. Ein Überblick:

Der Start gehört der Masse: Die RatCon nämlich sei das „bundesweit größte Treffen von jungen Science Fiction- und Fantasy-Fans“, sagt Kottnik: 2500 bis 3000 Jugendliche bauen eine Zeltstadt, um 48 Stunden nonstop zu spielen und in einem mittelalterlichen Dorf herumzutoben. 16. bis 18. September.

2010 hat Detlef Wutschik den NDR Comedy-Contest gewonnen – und kommt mit seinem Mix aus Puppentheater und Kabarett nun auch in den Pott. 29. September, 20 Uhr.

Dass Wirtschaft nicht nur staubtrocken und tieftraurig, sondern auch höchst witzig sein kann, will Hans Gerzlich beweisen – und seinen Zuschauern den Besuch teurer Wochenendeseminare wie zum Beispiel „Sicheres Auftreten trotz völliger Ahnungslosigkeit“ ersparen. 30. September, 20 Uhr.

Du sammeln,
ich jagen

Manche denken bei ihrem Gesang an Norah Jones – die Wahlhamburgerin Muriel Zoe aber will sich in keine Schublade packen lassen. Sie kommt aus der Singer/Songwriterszene, macht aber immer wieder auch Ausflüge in den Jazz. 7. Oktober, 20 Uhr .

Kinder verschiedenster Nationalitäten jonglieren, zaubern, balancieren zusammen – ein Konzept, mit dem der Zirkus Fritzantino seit 1977 Erfolg hat. „It’s Showtime“ heißt es am 15. und 16. Oktober.

Du sammeln, ich jagen – dass Frauen und Männer eigentlich nicht zusammenpassen und sich trotzdem lieben, ist ein ewig währendes Thema, dem sich auch die Show „Caveman“ mit Guido Fischer verschrieben hat. 19. bis 23. Oktober.

Das Watt’n Hallas-Festival vereint im Henßler-Haus zum 17. Mal alte Humorhaudegen und neue Grabenkämpfer des Witzes – und das vom 10. November bis 9. Dezember. „Extrem nah dran“ am Publikumsgeschmack ist dabei offensichtlich die a cappella Combo „Maybebop“, die den Reigen am 10. November eröffnet und sich schon gut verkauft hat, wie Dieter Kottnik berichtet. Das gilt ebenso für Horst Evers (15.11.) und Frank Goosen (30.11.). Das Festival ist eine wohlfeile Mischung: Aus Ruhrgebietsvorkämpfern wie Fritz Eckenga, Hennes Bender und Jochen Malmsheimer. Erfolgreichen Importen wie Wladimir Kaminer und Wilfried Schmickler. Und heiteren Jungspunden wie Lisa Feller – bekannt aus der Schillerstraße – und Heino Trusheim.

„Wer vor Glück heulen möchte, muss sich diesen Abend anschauen“, schrieb das Hamburger Abendblatt über den Abend, den Selig-Sänger Jan Plewka dem berühmten Rio Reiser widmet. 10. Dezember.

Lichterketten
und Leuchtsterne

Lichterketten, Leuchtsterne, Konsumrausch: Wenn es arg weihnachtet auf den Straßen und in unserem Gemüt, kommt Stoppok solo mit einem Gegenprogramm, das sich mit echter Menschlichkeit beschäftigt – frei nach dem Motto: „Viel zu schön hier auf der Erde, viel zu schön für’n Leben in der Herde”. 21. Dezember.

 
 

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