Hallen auf Phoenix-West warten auf Nutzer

Stefan Reinke
Das ehemalige Hochofengelände Phoenix-West in Dortmund-Hörde verströmt einen ganz speziellen Charme. Zu den Herzstücken des Areals gehören zwei große Hallen: die Phoenix-Halle und das ehemalige Schalthaus.
Das ehemalige Hochofengelände Phoenix-West in Dortmund-Hörde verströmt einen ganz speziellen Charme. Zu den Herzstücken des Areals gehören zwei große Hallen: die Phoenix-Halle und das ehemalige Schalthaus.
Foto: Stefan Reinke
Zwei gigantische Hallen auf dem ehemaligen Hochofengelände Phoenix-West in Dortmund suchen neue Nutzer: Das alte Schalthaus und die Phoenix-Halle stehen leer. Zu Unrecht, denn die beiden Hallen verströmen den Atem der Industriegeschichte und regen die Phantasie an.

Dortmund. Die meisten Besucher des ehemaligen Hochofengeländes Phoenix-West kennen die beiden großen Hallen auf dem Areal nur von außen — das alte Schalthaus und die Phoenix-Halle sind verriegelt. Nicht ohne Grund, denn Vandalen nutzen gerne selbst kleinste Schlupflöcher, um die Hallen zu gelangen. Was von außen mit Brettern verrammelt ist und uneinladend wirkt, wartet jedoch eigentlich nur auf einen Investor. Nutzungsmöglichkeiten gäbe es reichlich.

Wer das alte Schalthaus oder die Phoenix-Halle betritt, ist zunächst einmal ergriffen von der Erscheinung der alt-ehrwürdigen Gebäude. Denn die beiden Hallen waren zwar reine Zweckbauten, doch um die Jahrhundertwende steckten Architekten noch deutlich mehr Liebe zum Detail auch in solche profanen Bauten. So wirkt das Zusammenspiel aus alten Bodenfliesen, schweren Lastkränen und gewaltiger Dachkonstruktion sofort anregend auf die Phantasie.

Am naheliegendsten erscheint dabei eine Nutzung als Ort für Konzerte. Wer schon einmal in der Bochumer Jahrhunderthalle oder im Kölner E-Werk war, fragt sich bei der Besichtigung des Schalthauses zwangsläufig, warum dieser charmante Ort brach liegt — zumal es draußen haufenweise Parkplätze gibt und die Anbindung über den Hörder Bahnhof auch nicht gerade schlecht ist.

Investoren gesucht

Stephan Bisewski vom Landesbetrieb NRW.urban weiß um die Schwierigkeiten, einen Nutzer für die Hallen zu finden. Ein Gastronom habe einmal Pläne gehabt, ein riesiges chinesisches Büffet-Restaurant im Schalthaus anzusiedeln. Doch daraus wurde nichts. Optimal sei ein Investor, der die rund 100 Meter lange und mehr als 60 Meter breite Halle als Ganzes mieten würde. Die kleinen Räume der

Die kleinere Phoenix-Halle ist immerhin schon zu verschiedenen Anlässen geöffnet worden, wartet jedoch auf eine dauerhafte Nutzung. Auch hier wäre ein Einsatz als Location für Konzerte, als Disco oder Gastronomiebetrieb denkbar. Allein der verwinkelte Keller des 58 mal 40 Meter großen Gebäudes lässt die Ideen sprießen.