Gut aufgestellt

Am Vortag der Eröffnung des Einkaufscenters Thier Galerie in der Dortmunder Innenstadt laufen die letzten Vorbereitungsarbeiten in den einzelnen Läden auf Hochtouren. Foto: Helmuth Voßgraff/WAZ-Fotopool
Am Vortag der Eröffnung des Einkaufscenters Thier Galerie in der Dortmunder Innenstadt laufen die letzten Vorbereitungsarbeiten in den einzelnen Läden auf Hochtouren. Foto: Helmuth Voßgraff/WAZ-Fotopool
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Dortmund..  Na, klar doch ist die Thier-Galerie ein Gewinn für Dortmund! Man muss Einkaufstempel im glattgebügelten ECE-Stil nicht mögen, um 1000 überwiegend neu geschaffene Arbeitsplätze, eine 300-Mio-Euro-Privatinvestition und die Schließung einer ziemlich hartnäckigen, ziemlich großen Baulücke mitten in der City nicht auf der Habenseite verbuchen zu können.

Außerdem: Welche Ruhrgebietscity, wenn nicht die Dortmunder, könnte ein solches Wagnis eingehen, ihren Kaufleuten die Konkurrenz weiterer 160 Geschäfte auf einen Schlag zuzumuten?

Also: Wir sind ganz gut aufgestellt als Einzelhandelsmetropole und gelten zu Recht als attraktivste Konsummeile des Reviers. Hier hat sich etwas entwickelt, das keine Selbstverständlichkeit ist - siehe Essen. Nicht ohne Stolz vermerkt man in der Stadt, wenn Branchenanalysten den Westenhellweg in einem Atemzug mit Adressen wie Frankfurt oder Köln nennen. Das neue ECE-Zentrum dürfte diesen Ruhm mehren.

Naturgemäß kann nicht jeder Sieger sein. Es ist ja ‘was dran an der Binsenweisheit vom Euro, der nur einmal ausgegeben werden kann. Aber ob die Verlierer zwangsläufig Ostenhellweg, Brückstraßenviertel oder Castrop-Rauxel heißen, liegt auch an den Genannten selbst.

 

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