Gruppe flüchtete vor Angriff mit Fahnenstangen zur Polizeiwache

Vier Dortmunder aus der rechten Szene wurden im Dortmunder Hauptbahnhof vorläufig festgenommen.
Vier Dortmunder aus der rechten Szene wurden im Dortmunder Hauptbahnhof vorläufig festgenommen.
Foto: FUNKE Foto Services
Vier Männer aus Dortmund, die der rechten Szene angehören, sollen Mittwochabend nach einer Demo in Oberhausen im Dortmunder Hauptbahnhof mit Fahnenstangen auf Passanten, die der linken Szene zugerechnet werden, losgegangen sein.

Dortmund/Oberhausen. Vier Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Bahn haben am Mittwochabend im Personentunnel des Hauptbahnhofs Dortmund eingegriffen und fünf Passanten beschützt.

Nach Angaben der Bundespolizei wollten gegen 22:30 Uhr vier Männer (20, 20, 21 und 25 Jahre) und eine Frau (37), die allesamt der linken Szene zuzuordnen sind, den Dortmunder Hauptbahnhof verlassen. Vier Männer aus Dortmund (19, 21, 22 und 24 Jahre), die ihren eigenen Angaben zufolge von einer Demonstration in Oberhausen kamen, sollen zielgerichtet auf die Gruppe zugerannt sein - mit um die 2,40 Meter langen Fahnenstangen in den Händen, die zum Schlag erhoben waren.

In den Weg gestellt

Die Mitarbeiter des Bahnsicherheitsdienstes stellten sich den vier Dortmundern in den Weg, berichtet die Bundespolizei. Die Frau und ihre vier Begleiter sollen fluchtartig den Bahnhof verlassen und Schutz bei der Bundespolizei gesucht haben.

Nach einem Zeugenhinweis fasste die Bundespolizei drei der Tatverdächtigen in der abfahrbereiten S2. Die Fahnenstangen wurden als Beweismittel beschlagnahmt.

Keine Aussage zu den Vorwürfen

Die Auswertung von Videoaufzeichnungen bestätige weitgehend die Angaben der Angegriffenen und Zeugen, so die Polizei. Die Tatverdächtigen aus Dortmund wollten zu dem Vorfall nichts sagen. Sie durften später die Wache wieder verlassen.

Die Bundespolizei leitet gegen die drei Dortmunder, die bereits wegen Diebstahls- und Gewaltdelikten polizeibekannt sind, ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch ein. Der Dortmunder Staatsschutz führt die weiteren Ermittlungen. (we)