Dortmund

„Graffiti-Bombing“ in Dortmund: So haben Sprayer innerhalb von fünf Minuten eine S-Bahn besprüht

Mehrere Sprayer brachten in Dortmund-West eine S-Bahn zum Stehen und sprühten sie in kürzester Zeit voll.
Mehrere Sprayer brachten in Dortmund-West eine S-Bahn zum Stehen und sprühten sie in kürzester Zeit voll.
Foto: Bundespolizei Dortmund
  • 20 Unbekannte brachten S-Bahn zum Stehen
  • Sie sprühten den Zug in kürzester Zeit voll und verschwanden
  • Bundespolizei sucht die Sprayer

Dortmund. Die S-Bahn-Linie S4 wurde am Neujahr Ziel eines Sprühattentats. In kürzester Zeit sprühten Sprayer den Zug voll und verschwanden dann.

Dortmund: „Graffiti-Bombing“ auf S-Bahn

Graffiti-Sprayer brachten in Dortmund-West eine S-Bahn zum Stehen und sprühten den Zug innerhalb weniger Minuten voll. Damit das möglich war, warfen zwei Unbekannte zwei Einkaufswagen auf die Gleise unmittelbar vor die Bahn und zündeten daneben Nebelgranaten an.

Beim „Graffiti-Bombing“ verfolgen die Sprayer die Absicht, in möglichst kurzer Zeit möglichst große Flächen zu besprühen. Laut Polizeiangaben schafften es die 20 Unbekannten, innerhalb von fünf Minuten 45 Quadratmeter zu besprühen und anschließend zu fliehen.

„Graffiti-Bombing“ in der Szene angesehen

Unter Sprayern könnte ein solches Sprühattentat im Schnellverfahren hoch bewertet werden, mutmaßte ein Insider aus der Graffiti-Szene gegenüber „Dortmund24“. Gerade in Städten wie Dortmund oder Bochum könne dies der Fall sein. Denn im Vergleich zu Berlin zählen sie zu den kleineren Städten, in denen „Graffiti-Bombing“ nicht an der Tagesordnung stehe. Dennoch solle die Sprühaktion vom Neujahr nicht überstilisiert werden, fügte der Insider hinzu.

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Polizei ermittelt

Die Bundespolizei nahm die Ermittlungen auf und sucht nun die 20 Sprayer. Mit dem „Graffiti-Bombing“ beging die Gruppe mehrere Straftaten, weswegen die Beamten Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, Nötigung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr einleiteten.

Kurz vor ihrer Flucht hätten unvermummte Täter Fotos von ihrem Werk gemacht. Deswegen hofft die Bundespolizei in Dortmund, die Unbekannten mithilfe der Täterbeschreibung des Lokführers zu ermitteln.

 
 

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