Giftmüll-Skandal: Gutachten Mitte September erwartet

Vor 50 Monaten hat der Envio-Prozess am Dortmunder Landgericht begonnen. Zuletzt ist die Verhandlung inhaltlich fast vollständig auf der Stelle getreten. Nun kommt aber doch noch mal Bewegung hinein. Mitte September soll ein neues Gutachten erstattet werden.

Dortmund. Schon im September 2015 hatte die 35. Strafkammer den Umwelt-Chemiker Prof. Wolfgang Rotard mit der Erstattung einer Expertise beauftragt. Im Kern geht es um die Beantwortung der Frage, ob bei der Entsorgung von PCB-verseuchten Transformatoren auf dem Envio-Gelände nur deshalb so viel Umweltgift freigesetzt worden ist, weil sich die Arbeiter nicht an behördliche Auflagen gehalten haben.

Der Sachverständige hatte das Gutachten ursprünglich schon vor kurz vor Weihnachten angekündigt. Eine lange Krankheit zögerte die Fertigstellung dann aber immer weiter hinaus. Bis jetzt.

Wenn Rotard nach der Sommerpause befragt worden ist, soll das Verfahren endgültig auf die Zielgerade einbiegen. Die Plädoyers sind für November, die Urteile schließlich für Anfang Dezember vorgesehen. Wenn nicht wieder etwas dazwischen kommt.

Martin Braunschweig