Gerd Müllers WM-Endspieltrikot von 1974 im Fußballmuseum Dortmund zu sehen

Gerd Müller (2. v. l.) übergab sein Trikot aus dem WM-Finale 1974 an das DFB-Museum.
Gerd Müller (2. v. l.) übergab sein Trikot aus dem WM-Finale 1974 an das DFB-Museum.
Weiteres hochkarätiges Exponat für das entstehende DFB-Fußballmuseum in Dortmund: Das weltmeisterliche Endspieltrikot von Gerd Müller aus dem Jahr 1974 kehrt nach Deutschland zurück. Am Rande des Freundschaftsspiels zwischen Bayern München und Hollands Nationalelf wurde es übergeben.

Dortmund.. 38 Jahre nach dem deutschen WM-Triumph von 1974 kehrt das Endspieltrikot von Gerd Müller, mit dem der einstige „Bomber der Nation“ in der 43. Minute den 2:1-Siegtreffer gegen die Niederlande erzielt hatte, nach Deutschland zurück. Müller konnte das herausragende Exponat für das entstehende DFB-Fußballmuseum am Dienstag im Rahmen des Freundschaftsspiels zwischen dem FC Bayern München und der niederländischen Nationalelf in der Allianz-Arena vom Direktor des holländischen Fußballmuseums Paul Martens entgegennehmen.

Das Endspieltrikot wird in Dortmund nach der Eröffnung des deutschen Fußballmuseums ab 2014 zu sehen sein, teilte die zuständige DFB-Stiftung mit.

Das DFB-Fußballmuseum soll 2014 in Dortmund eröffnet werden. Der erste Spatenstich für den Neubau auf der rund 6.000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche soll in diesem Spätsommer erfolgen. Für die Gebäudefertigstellung sind bei optimalem Bauverlauf 24 Monate vorgesehen.

Gegenspieler Wim Rijsbergen gibt Trikot ab

Besitzer des Unikats war bisher Müllers damaliger Gegenspieler Wim Rijsbergen, der sich das Trikot nach dem WM-Finale gesichert hatte. Zunächst überließ der 28-malige niederländische Nationalspieler das Exponat dem niederländischen Fußballmuseum „Voetbal Experience“ in Middelburg. Nach der Eröffnung des DFB-Fußballmuseums in Dortmund soll das Objekt als Dauerleihgabe dann mindestens bis 2019 in Deutschland seine neue Heimat finden.

„Mir ist bewusst, dass dieses Trikot für den deutschen Fußball eine ganz besondere Bedeutung hat. Daher soll es auch seinen festen Platz im zukünftigen DFB-Fußballmuseum bekommen“, sagte Rijsbergen, der wegen seiner Aufgaben als Nationaltrainer von Indonesien das Trikot in München nicht persönlich an Gerd Müller überreichen konnte

2:1-Siegtreffer ist Müllers wichtigstes Tor

Für Gerd Müller ist der 2:1-Siegtreffer nach wie vor sein wichtigstes Tor: „Der Ball kam von Rainer Bonhof in den Strafraum, ich lief mit zwei Holländern vor, dann wieder zurück, weil der Pass in meinen Rücken gespielt wurde. Der Ball sprang mir auch noch vom linken Fuß, ich drehe mich ein wenig und plötzlich war der Ball drin”, schilderte er die Szene, die Fußballgesichte schrieb.

„Das Bild von Müllers blitzschneller Drehung auf engstem Raum mit dem überragenden Abschluss hat sich im kollektiven Fußballgedächtnis festgesetzt. Das 2:1-Siegtor gegen die Niederlande ist zum Symbol für einen der größten Momente deutscher Fußballgeschichte geworden. Das originale Endspieltrikot lässt diese Szene so authentisch aufleben, dass einem die Gänsehaut über den Rücken läuft“, freut sich Manuel Neukirchner, Geschäftsführer der Stiftung DFB-Fußballmuseum, über den Zugang dieses Top-Exponats für die erlebnisorientierte Dauerausstellung.

Deutschlands bester Torjäger

Die museale Inszenierung des Finaltrikots soll ebenfalls eine Würdigung der herausragenden Leistungen von Gerd Müller sein. Die goldene Blütezeit der Nationalmannschaft und des FC Bayern Anfang und Mitte der 70-er Jahre wäre ohne Müller nicht denkbar gewesen. „Alles, was der FC Bayern geworden ist, verdankt er Gerd Müller“, urteilte Franz Beckenbauer.

Der Mittelstürmer des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft erzielte in 427 Bundesligaspielen 365 Tore, in 62 Länderspielen gelangen ihm 68 Treffer, eine bis heute einmalige Quote.

 

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