Gedenkstein soll in Dortmund an mutmaßliches Opfer der NSU erinnern

Mit einer solchen Pistole wurde im Jahr 2006 in Dortmund der Kioskbetreiber Mehmet Kubasik erschossen.
Mit einer solchen Pistole wurde im Jahr 2006 in Dortmund der Kioskbetreiber Mehmet Kubasik erschossen.
Foto: Franz Luthe (Archiv)
Mit einem Gedenkstein will die Stadt Dortmund die Erinnerung an das mutmaßliche NSU-Opfer Mehmet Kubasik lebendig halten. Am 24. September soll die Tafel vor dem Gebäude, in dem der Deutschtürke gewohnt hat, enthüllt werden. Zudem ist das Aufstellen einer weiteren Tafel in Planung.

Dortmund.. Ein Gedenkstein soll künftig in Dortmund an Mehmet Kubasik, eines der mutmaßlichen Mordopfer der rechtsextremistischen Terrorzelle NSU, erinnern. Der 50 mal 50 Zentimeter große Stein solle am 24. September vor jenem Gebäude enthüllt werden, in dem der Deutschtürke im April 2006 umgebracht worden sei, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag.

Weitere Tafel für alle zehn Opfer der Mordserie

Darüber hinaus will Dortmund eine Gedenktafel für alle zehn Opfer der bundesweiten Mordserie aufstellen. Darauf hatten sich die Stadtoberhäupter von Dortmund, Heilbronn, Kassel, Nürnberg, München, Rostock und Hamburg im Frühjahr verständigt. In allen diesen Städten waren Morde geschehen, die dem NSU zugerechnet werden. Sie alle wollen daher an die Mordopfer erinnern. (dapd)

 

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