Dortmund

Fanblock ist „No-Go-Area für Polizisten“: Das soll sich jetzt in NRWs Stadien ändern

In Dortmund hatten Fans von Hertha BSC vor Anpfiff Pyrotechnik gezündet.
In Dortmund hatten Fans von Hertha BSC vor Anpfiff Pyrotechnik gezündet.
Foto: imago/Sven Simon

Dortmund. Ausschreitungen bei Fußballspielen hat es in Nordrhein-Westfalen in der Bundesliga immer wieder gegeben. In der letzten Zeit häufen sich die Randale während der Spiele aber.

Als erste Konsequenz blieb die Südtribüne des BVB in der vorletzten Saison nach einem Spiel gegen RB Leipzig im Februar 2017 komplett leer. Nachdem kürzlich bei Borussia Dortmund gegen Hertha BSC Berlin massig Pyro von den gegnerischen Fans gezündet wurde, will jetzt Innenminister Herbert Reul (CDU) durchgreifen - mit stärkeren Einlasskontrollen und personalisierten Tickets.

Mehr Kontrollen und personalisierte Tickets: Innenminister Reul will bei Fußballspielen härter durchgreifen

„Wenn es immer wieder gelingt, Pyrotechnik gleich kiloweise in die Stadien zu schmuggeln, habe ich meine Zweifel, ob die Einlasskontrollen mit der notwendigen Konsequenz und Sorgfalt durchgeführt werden“, so Reul. Und weiter: „Ich finde den Gedanken entsetzlich, dass eine Minderheit von Gewalttätern den friedlichen Fans und insbesondere den Familien das Stadionerlebnis zerstört. Deshalb ist es wichtig, dass Gewalttäter konsequenter ausgeschlossen und mit örtlichen und bundesweiten Stadionverboten belegt werden.“

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„Wenn es je eine No-Go-Area für Polizisten in NRW gegeben hat, dann ist es der Fanblock in der Bundesliga"

Der Chef der Gewerkschaft der Polizei, Michael Mertens, unterstützt die geplanten härteren Strafen. Er ist der Meinung: „Wenn es je eine No-Go-Area für Polizisten in NRW gegeben hat, dann ist es der Fanblock in der Bundesliga."

Er fordert auch personalisierte Tickets, zumindest für die Fan-Blöcke. Denn dort verstecken sich die Klubanhänger hinter Masken, um anonym Bengalos abzufeuern. Schon lange sei dies keine Fußball-Romantik mehr.

Reul berät sich auf der Innenministerkonferenz

„Müssen wir wirklich warten, bis etwas Schlimmes passiert?“, fragt der Gewerkschafts-Chef. Er denkt auch, dass die Vereine zu lasch mit ihren Fans umgehen Auf der Bundesinnenministerkonferenz Ende November will sich Reul mit seinen Kollegen zu dem Thema beraten. (mb/js)

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