Frei, kreativ und ein bisschen verlottert

Das neustrukturierte Atelier 21 in der Zimmerstraße 21. Foto: Knut Vahlensieck
Das neustrukturierte Atelier 21 in der Zimmerstraße 21. Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck
Tradition und Neuerung bringt man nicht mal eben so unter einen Hut. Das Atelier 21 schafft aber beides – und feiert das am 24. März.

Dortmund.. Tradition und Neuerung bringt man nicht mal eben so unter einen Hut. Das Atelier 21 schafft aber beides: Seit zehn Jahren existiert es in der Nordstadt – die Künstler aber haben sich neu gemischt. All das wird am 24. März mit Kunst, Musik und Lesungen gefeiert.

Ein wenig rau und heruntergekommen, aber lebendig und gemütlich – so wirkt der Hinterhof in der Zimmerstraße 21: Auf drei Ebenen tummeln sich hier Künstler verschiedenster Genres. Dass hier das Leben brummt, war nicht unbedingt absehbar: „Ende letzten Jahres haben uns von zwölf Leuten plötzlich sieben verlassen. Da ging uns einiges auf Grundeis“, sagt Marcus Schroeder, das einzig verbliebene Gründungsmitglied. Eine Anzeige und viele Gespräche haben den Neuanfang mit drei neuen Künstlern gebracht: Peter Kröker etwa ist in den Keller gezogen mit seinen Porträts und regionalen Ebenenbildern – die jetzt einen fruchtbaren Austausch mit den Möbeln von Vera Neurode und der Musik von Adelheid Seehof eingehen können. „Die Vielfalt hier ist ein glücklicher Zufall“, findet Kröker.

Der Nordstadt verbunden

Das sieht Marc Podawczyk ganz ähnlich: Er fühlt sich der Nordstadt verbunden, mag das „bisschen verlotterte, freie“ – vor allem aber fühlt er sich jetzt wieder wie an der Kunstakademie Münster und nicht mehr wie im einsamen Kämmerlein: Seine strengen, auf Computerentwürfen basierten Bausteine können jetzt im Obergeschoss mit den wilden Bäumen und perspektivisch herausfordernden Treppen und Stühlen von Anne Jannick reden.

Und wer weiter forscht, der findet im Atelier 21 auch die lebendigen, vielschichtigen Malereien von Claudia Quick, die überdimensionalen, teils insektoiden Stahlskulpturen von Marcus Schroeder und die Textbilder der dritten Neuen im Bunde, Grafikerin Marika Bergmann.

Aus einem Möbel, das nach dem vielen Hin und Her im Weg stand, hat sie den „Störschrank“ gemacht, der jetzt zum Ort für Literaturexperimente wird – vor und im Schrank.

 
 

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