Flüchtlingsunterkunft in Dortmund-Hacheney wieder überlastet

800 Flüchtlinge kamen allein am Montag in der Erstaufnahme in Dortmund-Hacheney an.
800 Flüchtlinge kamen allein am Montag in der Erstaufnahme in Dortmund-Hacheney an.
Foto: Oliver Schaper
Die Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber in Dortmund-Hacheney ist wieder akut überlastet. Eine regelrechte Flüchtlingswelle aus dem Kosovo beschert dort eine dramatische Überbelegung.

Dortmund. 827 Menschen kamen am Montag in die Erstaunahme-Einrichtung im Dortmunder Stadtteil Hacheney, 688 blieben über Nacht, mehr als 400 davon aus dem Kosovo, berichtet Rechtsdezernentin Diane Jägers. Die maximale Kapazität in Hacheney beträgt 350 Personen. Schon im Herbst 2014 hatte Jägers davon gesprochen, dass das Flüchtlings-System kollabiert sei - bei bis zu 700 Menschen pro Tag.

Flüchtlinge in DortmundIn der Konsequenz würden viele Flüchtlinge oft schon nach wenigen Stunden in andere Landeseinrichtungen weitergeleitet, berichtet Jägers. Eine dauerhafte Entlastung für die Erstaufnahme ist allerdings noch nicht in Sicht. Die Stadt Dortmund hofft auf die Inbetriebnahme weitere Erstaufnahme-Einrichtungen durch das Land. Ein geplanter Standort in Essen wird aber wohl erst ab Dezember zur Verfügung stehen.

Sorge hinsichtlich der Karnevalstage

Angesichts der aktuellen Überlastung in Hacheney macht sich Diane Jägers jetzt Sorgen mit Blick auf die Karnevalstage. Sie habe darauf gedrängt, dass die Einrichtungen im Rheinland wie gewohnt in Betrieb seien, betonte die Dezernentin.

In Lütgendortmund, in Eving, an der Adlerstraße und am Ostpark sind bereits vier städtische Flüchtlingsunterkünfte in Betrieb. Dazu kommt das Notquartier in den Brügmann-Sporthallen.

Mitte Februar sollen Domizile in Derne, Mitte Februar Containerdörfer in Wickede und Brünninghausen in Betrieb gehen. Bis Ende März soll die frühere Polizeiwache Hörde als Flüchtlings-Unterkunft nutzbar sein.

 
 

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