Flucht aus Eritrea – Dortmunder Polizei nimmt Schleuser fest

Die Polizei ist gegen ein Schleusernetzwerk vorgegangen – unter anderem in Dortmund: Sie sollen 700 Flüchtlinge aus Eritrea eingeschleust haben.
Die Polizei ist gegen ein Schleusernetzwerk vorgegangen – unter anderem in Dortmund: Sie sollen 700 Flüchtlinge aus Eritrea eingeschleust haben.
Foto: imago/Archiv
In Dortmund, Hamburg und Frankfurt hat die Polizei mehrere mutmaßliche Schleuser festgenommen. Sie sollen 700 Eritreer nach Deutschland geholt haben.

Dortmund/Koblenz.. Die Polizei in Deutschland und Italien hat gemeinsam ein internationales Schleusernetzwerk zerschlagen. Neun Beschuldigte wurden im Rhein-Main-Gebiet sowie im Raum Dortmund und Hamburg festgenommen, darunter eine Frau. Ein zehnter Verdächtiger ging der Polizei in Italien ins Netz.

Bei der Durchsuchung von 25 Wohnungen in Deutschland wurde zudem umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Das teilten die Staatsanwaltschaften Darmstadt, Frankfurt und Dortmund sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Bexbach (Saarland) und die Frankfurter Polizei am Dienstag gemeinsam mit.

Die Männer im Alter von 19 bis 38 Jahren sollen gegen die Zahlung hoher Geldsummen Schleusungen eritreischer Staatsbürger von Italien nach Deutschland und in andere Staaten organisiert haben. Die Ermittler gehen von mehr als 700 eingeschleusten Menschen aus.

Polizei nimmt sieben Verdächtige fest

Schwerpunkt der Polizeiaktion war der Dienstagmorgen. Rund 400 Kräfte waren dabei, als die Wohnungen durchsucht und sieben Verdächtige festgenommen wurden. Zwei weitere verdächtige Männer waren bereits vor einer Woche in Frankfurt festgenommen worden, weil sie sich nach Kanada absetzen wollten und einer in den Besitz einer Schusswaffe gelangt war.

Parallel dazu ging die Polizei in Italien auch gegen die Schleuserbande vor. Sie nahmen auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Dortmund einen Mann fest, der mit europäischem Haftbefehl gesucht wurde. Seine Auslieferung nach Deutschland wird beantragt. Die Festnahmen gehen auf gemeinsame einjährige Ermittlungen zurück. (dpa)

 
 

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