Flic Flac Weihnachtscircus macht aus einzelnen Nummern Gesamtkunstwerk

Der Artist Rigolo vereinigt 13 Palmäste in einem poetischen Balanceakt. Foto: Franz Luthe
Der Artist Rigolo vereinigt 13 Palmäste in einem poetischen Balanceakt. Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe
„Schrille Nacht, eilige Nacht“ heißt es ab kommenden Dienstag in Dortmund. Dann öffnet der „Flic Flac Weihnachtscircus“ sein großes Zirkuszelt.

Dortmund.. Am kommenden Dienstag öffnet der „Flic Flac Weihnachtscircus“ sein großes Zirkuszelt. Derzeit wird fleißig in der Manege geübt, denn die Produktion, die bis zum 8. Januar 2012 an der Victor-Toyka-Straße (Parkplatz Westfalenhallen) zu sehen sein wird, wird exklusiv für Dortmund zusammengestellt. Die Kartenpreise liegen zwischen 21,50 und 45,50 Euro.

Wir haben hinter die Kulissen von Flic Flac geblickt und dabei faszinierende Eindrücke gewonnen in das Programm voller Poesie, Power und Perfektion. „Soll der Spot direkt kommen, wenn Du auf die Bühne kommst?“, fragt eine Stimme aus dem Off. „Ja, Ja“, antwortet der in Köln lebende Künstler Georg Kreisel. „Ich heb’ die Arme hoch, das Publikum applaudiert und dann den Spot bitte direkt auf mich.“

Show wurde eigens für Dortmund produziert

Hinter den Kulissen des „Flic Flac Weihnachtscircus“ wird nichts dem Zufall überlassen. Generalstabsmäßig wird an der Choreographie der eigens für Dortmund produzierten Show gefeilt. Licht und Ton – alles muss haargenau passen. „Denn die Künstler kommen mit ihrer eigenen Choreographie“, weiß Meike Schütte, Sprecherin des Circus. Hier und da ließen sie sich aber vom musikalischen Leiter Frank Fabry überzeugen, doch eine andere Musik unter ihre Nummer zu legen.

Und während drinnen im 23 Meter hohen schwarz-gelben Zelt geprobt wird, treffen die restlichen Artisten aus aller Welt ein. Ein Jongleur kommt aus Montreal, Rigolo aus der Schweiz. Probleme gibt es bei den Dosovs, einer Schleuderbrettnummer. Sie reisen aus Chile an. Doch ihr Schleuderbrett landete über Miami in Frankfurt, liegt nun beim Zoll.

Ein Programm der Kontraste

„Nein, zu Beginn kein helles Licht in der Manege, wenn Georgs Nummer beginnt“, ist sich die Stimme aus dem Off sicher. Doch lässt sich der Lichtdesigner, der oben über dem Eingang sitzt, von Georg Leiste und Abendregisseur Thomas Merz überzeugen. „Ja, Ja, habe alles aufgeschrieben, werde es nachher dann auch programmieren.“

Und ab geht die Show von Georg Leiste, der die Lachmuskeln mal als Pavarotti-Parodie strapaziert, dann wieder als DJ Mützi den bekannten DJ Ötzi aufs Korn nimmt.

Und jetzt wird’s vollkommen ruhig in der Manege, die nun dem Schweizer Rigolo gehört. Leise Klänge von der E-Gitarre begleiten ihn bei seinen Vorbereitungen. „Gestern war hier noch kein roter Punkt auf dem Teppich“, beklagt er sich. Das bringe ihn aus der Konzentration. Und davon ist eine Menge gefragt bei der imposanten Sanddornbalance.

„Von ganz spektakulär bis ganz sanft.“

Nur spärlich das Licht, leise die Musik. Rigolo scheint in sich zu ruhen, seine Bewegungen in Zeitlupe, gleichmäßig seine Atmung, wenn er einen Palmast nach dem anderen zu einem Mobile formt, das federleicht zu schweben scheint.

„Es ist ein Programm der ganz starken Kontraste“, so Meike Schütte. „Von ganz spektakulär bis ganz sanft.“ Und während Rigolo zu „ganz sanft“ gehört, fällt der „Globe of Speed“ wohl eher in die Rubrik spektakulär, und das zeigt schon der Beginn der kolumbianischen Teufelsfahrer. Sie werden über eine Rampe auf ihren heißen Maschinen förmlich in die Manege hineinfliegen, hinter einer sechs Meter hohen Eisenkugel, durch die sie wenig später jagen werden, sollen sie dann landen.

 
 

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