Flaute bei Netzausbau für Windkraft

Die Amprion GmbH betreibt ein Übertragungsnetz von ca 11 000 km Länge. Im Bild: Freileitung in Dortmund Kruckel.
Die Amprion GmbH betreibt ein Übertragungsnetz von ca 11 000 km Länge. Im Bild: Freileitung in Dortmund Kruckel.
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.. Einer der wichtigsten Stromnetzbetreiber Deutschlands, die Amprion GmbH, hat ihren Sitz in Dortmund. Das Unternehmen baut mit an der Energiewende, an der neuen Nord-Süd-Höchstspannungsleitung, die Windenergie aus dem Norden in den Süden Deutschlands leiten soll.

Einige Etappen sind schon fertig. Doch Amprion spürt entlang der bereits vorhandenen Trasse, die von 220 kVolt auf 380 kVolt hochgerüstet werden soll, immer wieder Gegenwind. Der Sturm auf dem Stadtgebiet Dortmund hat sich jedoch gelegt.

Zuletzt Widerstand in Kruckel

Zuletzt gab es Widerstand in Kruckel. Vom dortigen Amprion-Umspannungswerk startet das letzte - 117 Kilometer lange - Teilstück der Leitungsstrecke bis Dauersberg (Rheinland Pfalz) in Richtung Frankfurt. Entlang der Autobahn und über freies Feld (die Stadtteilzeitung berichtete) soll das Teilstück der erneuerten Stromtrasse bis zur Stadtgrenze Herdecke geführt werden. Mit dem Bau in Kruckel wird voraussichtlich Anfang 2014 begonnen.

Dann werden höhere Strommasten errichtet, wodurch nicht nur die Auflagen (Elektrosmog) erfüllt werden. Künftig ist nur etwa die Hälfte der bisherigen Strommasten notwendig. Sie werden im Abstand von rund 400 Metern stehen. Etwa 1,5 Mio Euro kostet jeder Kilometer neue Höchstspannungsleitung.

Bereits fertiggestellt bzw. im Endausbau ist die 380 kVolt-Verbindung vom Amprion Umspannwerk in Mengede bis nach Kruckel, ebenso wie das große Teilstück von Gütersloh bis nach Mengede.

Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren

Nachdem der Regierungspräsident Arnsberg bereits das von Amprion initiierte Raumordnungsverfahren für die neue 117 Km-Etappe abgeschlossen hat, werden derzeit in der Dortmunder Zentrale des Netzbetreibers die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erstellt.

Schon im Vorfeld des Verfahrens, zu dem eine öffentliche Auslegung der Pläne gehören wird, haben sich entlang der Strecke in mehreren Kommunen Widerstände angekündigt. Man gehe davon aus, dass bis zur Fertigstellung der letzten großen Etappe der Windenergie-Achse noch zehn Jahre vergehen werden, so Andreas Preuß, Amprion-Pressesprecher.

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