Fläche der Naturschutzgebiete soll verdoppelt werden

Aktuell stehen sechs Prozent des Dortmunder Stadtgebietes unter Naturschutz. Mit einem neuen Landschaftsplan des Umweltamtes soll die Fläche nun auf zehn Prozent vergrößert und die Waldfläche auf 2000 Hektar verdoppelt werden. Gleichzeitig machen Bürger gegen die Durchforstung von Wäldern mobil.

Dortmund.. Der geplante neue Landschaftsplan der Stadt soll die bisherigen drei Landschaftspläne Dortmund-Nord, -Mitte und -Süd ablösen. Diese wurden zwischen 1990 und 2002 verabschiedet. Sie bezeichnen sechs Prozent der Stadtfläche und rund 1000 von 2500 Hektar Waldfläche als Naturschutzgebiet.

Landschaft ökologisch aufwerten

Die Verfasser des Vorentwurfs für einen neuen Landschaftsplan haben sich insbesondere die Ausweitung dieser Flächen auf die Fahnen geschrieben. 32 Prozent des Stadtgebiets sollen darum zusätzlich unter Landschaftsschutz gestellt werden. Der Plan legt dazu etwa 300 Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zur ökologischen Aufwertung der Landschaft fest.

Das formelle Verfahren zur Neuaufstellung des Landschaftsplans soll in Kürze mit der Offenlegung des Planentwurfs und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange beginnen. Auch Infoveranstaltungen für Bürger sind geplant, kündigt Umweltdezernent Ludger Wilde an. Doch bis der Landschaftsplan wirklich verabschiedet werden kann, werden wohl noch knapp zwei Jahre vergehen, schätzt Wilde.

Petition gegen Durchforstung

Radikaler Kahlschlag wäre in den neuen Naturschutzgebieten dann verboten. Schon jetzt achten viele Bürger genau auf die Einhaltung dieses Verbotes. So auch im bereits bestehenden Naturschutzgebiet im Oespeler Dorneywald. "Schluss mit der Holzernte in Naturschutzgebieten" heißt eine Petition der Bürgerinitiative "Pro Oespeler Lebensraum", die sich gegen die Durchforstung in ihrem Wald einsetzt.

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