Feuerwehr Dortmund entfernt Eiszapfen und Schneebretter vom Dach

Gerald Nill
Eiszapfen drohen über den Köpfen der Fußgänger. Foto: WR/Knut Vahlensieck
Eiszapfen drohen über den Köpfen der Fußgänger. Foto: WR/Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Nach dem Schnee droht das Eis: Wie Dolche hängen in vielen Dachrinnen jetzt teilweise meterlange Eiszapfen. Und sie warten nur darauf, beim nächsten Tauwetter dem Gesetz der Schwerkraft zu folgen.

Für Fußgänger stellen die eisigen Zapfen eine ernste Gefahr dar. Passanten sollten also in diesen Tagen einen regelmäßigen Blick nach oben riskieren und möglichst nicht genau unter der Linie der Dachkante herlaufen.

Die gefährlichen Gebilde entstehen, wenn der Schnee bei Temperaturen um die 0 Grad zu tauen beginnt. Die Rinne selbst und auch das Fallrohr ist aber verstopft durch Schnee und Eis. Deshalb fließt das Tauwasser über die Kante der Dachrinne, gefriert dort wieder und bildet Eis-Stalaktiten.

Rein rechtlich ist der Hauseigentümer verantwortlich für die Beseitigung der Gefahrenpunkte. Manchmal lassen sich die Zapfen in einem günstigen Moment aus dem oberen Stockwerk mit einem Besen abschlagen. Doch an manchen Stellen ist die Selbsthilfe überfordert. Dann helfen nur noch Dachdecker oder die Feuerwehr weiter. Die Feuerwehr hat in den letzten Tagen nach eigenen Angaben über 100 Einsätze gefahren, um gefährliche Schneebretter oder Eiszapfen von Hausdächern zu beseitigen.