Feuerspucker und Feuerschlucker beim Workshop der „Evil Flames“ in der Nordstadt Dortmund

Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.. „Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.“ Allzu wörtlich möchte Thomas van Hal das Augustinus-Zitat nicht verstanden wissen, schließlich ist er Feuerpädagoge und will keine unbedachten Äußerungen machen, aber es beschreibe den Workshop der „Evil Flames“ ganz gut. „Es ist schön wenn man etwas von dem weitergeben kann, in das man selbst so viel Herzblut reinsteckt und das auch noch so begeistert aufgenommen wird.“

Beim Feuerworkshop in der Sporthalle Nord lernen Männer und Frauen aller Altersklassen die Künste des Feuerschluckens, Feuerspuckens und der vielfältigen Formen der Jonglage. „Ich habe letztes Jahr schon mitgemacht“, sagt Laura Bennek. „Seitdem nutze ich viel freie Zeit, um mich im Jonglieren mit Poi (an Ketten befestigte brennbare Blöcke) zu verbessern.“ Dieses Jahr hat sie ihren Freund mitgebracht, doch der hustet zu viel als dass er einen Kommentar abgeben könnte. Die zum Feuerspucken verwendeten Bärlappsporen sind nicht jedermanns Geschmack „aber der Effekt ist es wert“, sagt er dann doch noch augenzwinkernd.

„Wir haben wirklich einen gewaltigen Zulauf“, sagt Organisator Sascha Hoffmann. „Seit wir den Workshop vor sieben Jahren gestartet haben, konnten wir das Programm dank steigender Teilnehmerzahlen immer mehr erweitern und arbeiten deswegen in diesem Jahr auch zum ersten Mal mit externen Trainern zusammen.“

Adrenalin-Ausschüttung

Conchi Nunez vom Kasseler Kinderzirkus „Rambazotti“ ist eine von ihnen. „Wir wollen unsere artistschen Fähigkeiten ausbauen und neue Leute kennenlernen.“ Die Spanierin lernt die Künste rund um das Feuer und bietet dafür im Gegenzug selbst einen Workshop im Bereich der Äquilibristik an. „Es ist gar nicht so leicht. Das Adrenalin steigt angesichts der Flamme doch mehr als auf meinem gewohnten Trapez.“

Sicherheit hat natürlich absoluten Vorrang, und so müssen die Teilnehmer zunächst im Basiskurs „Feuer und Umwelt“ lernen, wie man lange Haare schützt, die richtige Kleidung wählt und den Wind richtig einschätzt.

Gute Laune hat Priorität

„Dabei lernen sich die Teilnehmer kennen“, sagt Johannes Lührs. „Gute Laune ist oberstes Gebot. Schließlich reisen einige mehrere hundert Kilometer an und übernachten gemeinsam mit uns in der Turnhalle. Da will man eine gute Zeit miteinander verbringen.“

Wer die Evil Flames einmal live sehen will, der kann die Feuershow am 27. März beim ODLO-Biathlon-World-Team-Challenge in der Arena AufSchalke bestaunen.

 
 

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