Fettes Brot feiern in Dortmund vor der Bandpause

Foto: WP

Dortmund.. Das letzte Konzert der Tour 2010 und auch das letzte vor ihrer Bandpause auf unbestimmte Zeit, da wäre die ausverkaufte Westfalenhalle 2 für Fettes Brot und Fans ein toller Abschluss gewesen. Immerhin etwas über 2.000 ließen ihre Tickets nicht verfallen, trotzten Tief „Petra“ und feierten die Hamburger HipHopper in Hochstimmung.

Fettes Brot in Dortmunds Westfalenhalle: Mit achtköpfiger Band vor virtueller DiscokugeI erklang als Opener „Nordisch By Nature“ in einer Funk-Rap-Fassung, die direkt in die Beine ging, bevor das Trio den Zuschauern bestätigte: „Ihr seid verdammt nochmal härter als der Winter.“

Björn Beton im weißen Jackett, König Boris mit V-Pulli, Hemd und Krawatte, Dr. Renz im orangefarbenen Blouson, aus dem er irgendwie ‘raus gewachsen wirkt, und alle mit „Puck die Stubenfliege“-Gedächtnisbrille -so sehen also Sieger aus: Die 1Live Kronen vier und fünf in ihrer 18-jährigen Karriere erhielt Fettes Brot gerade als beste Band und bester Live-Act, bei dem erlaubt ist, was Spaß macht.

Band „Das Nervenkostüm“

Mit dabei ist die Band „Das Nervenkostüm“ mit DJ exel. Pauly, die als Impulsgeber die Halle in Bewegung setzt. Als „musikalisches Feigenblatt“ kommt da „Bettina“ im Discofunk-Gewand daher, „Das Allererste Mal“ hat Schlager-Einschlag, „Kontrolle“ herrscht im Ska-Rhythmus. Zu „An Tagen wie diesen“, hörbar ein Lieblingslied der Fan-Gemeinde, holt das Trio dann Pascal Finkenauer auf die Bühne, der auch in der Studiofassung den Refrain sang.

Und neben der Polka „Emanuela“ gehören bei Fettes Brot auch Spielchen zu einer gelungenen Party. Die Publikumswelle von den Hallenseiten, die in der Mitte bricht, muss nochmal geübt werden, aber:„Meine Lieblingsband heißt Fettes Brot“, wird von den Fans willig skandiert - alles andere natürlich: „Nie gehört.“ Und auch König Boris hat es scheinbar mit den Ohren, will er doch auf die Frage „Wer wird Deutscher Meister?“ als Antwort „St. Pauli“ verstanden haben.

Bandpause ja oder nein?

„Soll ich’s wirklich machen, oder lass ich’s lieber sein?“ wäre noch eine Frage zum Thema Bandpause gewesen, die lieber ausgelassen wird. Die Antwort wäre auch ein entschiedenes „Nein/Ja“ gewesen, stattdessen lautet die letzte Zugabe „Jein“. „Wir kommen wieder, keine Frage“, versprechen Fettes Brot dann beim Abgang von der Bühne.

Sehr gerne, und macht mal nicht so lange.

 
 

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