Dortmund

„Festi Ramazan“ in Dortmund vor dem Aus? Festival zum Ramadan sorgte bei Anwohnern für Ärger

Zelte mit Verkaufsständen sind beim Festi Ramazan in Dortmund zu sehen.
Zelte mit Verkaufsständen sind beim Festi Ramazan in Dortmund zu sehen.
Foto: Ina Fassbender/ imago (Archivfoto)

Dortmund. Steht nach nur sechs Jahren das „Festi Ramazan“ in Dortmund schon wieder vor dem Aus?

Bei der, laut Veranstalter, „größten Ramadan-Veranstaltung in Europa“ essen und trinken Muslime gemeinsam nach Einbruch der Dunkelheit. Wie die „Ruhr Nachrichten“ berichten, darf das Festival nicht mehr auf dem Fredenbaum-Platz an der Ebertstraße stattfinden. Anwohner hatten sich zuvor beschwert, dass einige der knapp 220.000 Besucher mit ihren Autos Parkplätze belegen und Lärm verursachen.

Die Stadtverwaltung bestätigt nun, dass die vier Wochen andauernde Veranstaltung zu groß für das Gelände sei.

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Anwohner sammeln Unterschriften

Nach Informationen der Zeitung hat der Veranstalter einen alten Standort ins Auge gefasst. Bereits 2013 hat das Festival zwischen Eintracht-Sportzentrum und Remydamm an der Victoria-Toyka-Straße stattgefunden. Doch auch hier regt sich bei den Anwohnern Widerstand.

Sie hatten sich bereits vor fünf Jahren über Lärm beschwert. Bereits jetzt haben sie 90 Unterschriften gesammelt. In einem Brief schreiben sie: „Die mit dem Ramazan-Fest seinerzeit gemachten Erfahrungen genügen vollends, diese Veranstaltung nicht mehr in unserer Nähe haben zu wollen.“

Bezirksvertretung entscheidet am Dienstag

Eine Entscheidung soll die Bezirksvertretung am Dienstag fällen. Entschließt sich die Politik gegen eine Genehmigung, wird das „Festi Ramazan“ wohl ausfallen. Ein weiterer Alternativ-Standort sei schwer zu finden, da ein umfangreiches Sicherheits- und Verkehrskonzept erarbeitet werden muss. (mb)

 
 

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