Fast 80 Katzen suchen ein neues Zuhause

Das Tierschutzzentrum an der Hallerey ist überfüllt: Das Tierheim nimmt nur noch Notfälle auf. Foto: Franz Luthe
Das Tierschutzzentrum an der Hallerey ist überfüllt: Das Tierheim nimmt nur noch Notfälle auf. Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund-Dortsfeld.. 80 Katzen, 63 Hunde und zig andere Haustiere – das ist zu viel fürs Tierschutzzentrum an der Hallerey in Dorstfeld. Das Tierheim ist völlig überfüllt. Aufgenommen werden nur noch Fundtiere und Notfälle.

Eigentlich könnte man das Schild „Alle Plätze belegt“ an das Eingangstor zum Tierschutzzentrum an der Hallerey hängen. Knapp 80 Katzen, 63 Hunde und diverse Vier- und Zweibeiner vom Kaninchen bis zum Mohrenkopfpapagei bevölkern derzeit die Ausläufe und Käfige auf dem großen Gelände in Dorstfeld. Vor allem der Andrang auf der Katzenstation ist ungewöhnlich groß.

„Die Arbeit ist kaum noch zu bewältigen“, schildert Ortwin Holznagel, der seit langen Jahren unter anderem die Organisation und den Personaleinsatz im Tierschutzzentrum regelt, die Situation. Und: „Wir können zurzeit nur noch Fundtiere aufnehmen, weil der Platz sonst nicht ausreicht.“

Grund dafür sind nicht nur die außergewöhnlich hohen Belegungszahlen, sondern auch die rückläufige Vermittlungsquote. „Vor allem größere Hunde sind nur schwer an neue Besitzer zu bringen.“

Und ansonsten gesunde und hübsche Samtpfoten sind schwer vermittelbar, sobald sich herausstellt, dass sie Freigänger sind, sprich: Auslauf brauchen oder aus Wildfängen stammen und erst an ein Leben in vier Wänden gewöhnt werden müssen. Das mangelnde Interesse führen die Mitarbeiter des Tierschutzzentrums aber auch darauf zurück, dass sich immer mehr Tierfreunde einen vierbeinigen Hausgenossen schlicht nicht mehr leisten können.

Damit sich das Team des TSZ intensiver um Interessenten für Hund und Katz’ kümmern kann, aber auch mehr Zeit für die Betreuung der vielen Tiere zur Verfügung steht, gelten ab 1. Oktober neue Öffnungszeiten für das Tierschutzzentrum.

„Wir haben künftig zwar insgesamt weniger Stunden geöffnet, wollen die verbliebene Zeit aber nutzen, um uns noch intensiver um die Besucher zu kümmern, die sich bei uns einen tierischen Partner suchen wollen“, erklärt Ortwin Holznagel. Bisher war es so, dass sich öfter Wartezeiten für die „Kunden“ ergaben, weil sich die Pfleger gleichzeitig um die Versorgung der Tiere kümmern mussten. „Und die Tiere haben bei uns immer Vorrang“, versichert Holznagel.

Er und das gesamte Team würden sich wünschen, dass bald möglichst viele ihrer Schützlinge ein neues Zuhause finden.

 
 

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